G-Belastung beim Akro-Fliegen

Das Akro-Fliegen mit dem Gleitschirm kann enorme G-Belastungen für den Körper bedeuten. Bislang gab es dazu nur theoretische Berechnungen der Beschleunigung z.B. in einer Steilspirale. Kürzlich hat aber die französische Firma BTS einen Beschleunigungssensor mit Speicherchip entwickelt, mit dem man relativ einfach die entsprechenden Werte im Flug messen kann. Akro-Weltmeister Raul Rodriguez hat Testflüge durchgeführt, bei denen er u.a. seinen Infinity Tumbling zeigte. Auf Youtube ist das ganze als Video zu sehen:

Am unteren Scheitelpunkt der Loopings vom Infinity Tumbling treten kurzzeitig Belastungen bis über 6G auf. In einer ebenfalls geflogenen Steilspirale zeigt die Dose Messwerte von 4G an. Da diese vierfache Erdbeschleunigung allerdings dauerhaft einwirkt, stellt sie im Grunde eine stärkere Belastung für den Körper dar.
Gleitschirmflieger sollten sich bewusst sein, dass es - ohne regelmäßiges Training - bei solchen Steilspiralen schon zum so genannten Grey-Out kommen kann: Das Gehirn ist dann schlechter mit Sauerstoff versorgt. In der Folge kann u.a. das Sehfeld und die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein.
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