Cirrus mit Haken

Am Sonntag beim Fliegerfest in Lasserg ging zwar böenbedingt nicht viel zu Fliegen, dafür blieb genug Zeit, ein paar besondere Wolkenschauspiele am ansonsten blank geputzten Himmel zu bestaunen. So wie dieses lang gestreckte Feld von Cirrocumuluswolken, in dem eine wunderschöne Konvergenzlinie eingelagert war.

An dieser Konvergenz war die Hebung der Luftmassen wohl so ausgeprägt, dass nicht nur kleine Cumuli sondern größere Exemplare entstanden, die so hoch reichten, dass ihre Köpfe in kälterer Luft kräftig vereisten (erkennbar an dem zerzausten oberen Ende). Aus diesen Wolken fielen dann die schwereren Eiskristalle nach unten heraus - sichtbar als schleppenförmige Anhänge. Dass diese Anhänge hakenartig gebogen waren, kam daher, dass in der Höhe eine größere Windgeschwindigkeit herrschte als darunter. Somit blieben die Eiskristalle beim Fallen immer weiter gegenüber ihre Mutterwolke zurück und lösten sich in den wärmeren Luftschichten zudem bald auf. Solche Cirruswolken mit Haken heißen übrigens Cirrus uncinus.
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