Starrer Brustgurt

Starrer Brustgurt. Foto: JP Chandelier
Ein Sicherheitsrisiko beim Gleitschirmfliegen, vor allem für Acropiloten, aber auch Piloten in Liegegurtzeugen, ist das Eintwisten: Wenn sich der Pilot bei Kappenstörungen ein- oder mehrmals um seine eigene Achse dreht, dabei die Leinen zur Kappe verdrillt und im Extremfall so keine Steuergewalt mehr über seinen Schirm hat, weil die Bremsen blockieren.

Um das zu verhindern, müsste ein Pilot beim Einsetzen der Twistbewegung die Tragegurte greifen und auseinanderdrücken. Doch nicht jeder ist in dem entscheidenden Moment so geistesgegenwärtig, schnell und auch kräftig genug.

Eine bauliche Lösung oder zumindest Minderung dieses Problem hat Jean Baptiste Chandelier entwickelt. Er konstruierte den Prototyp eines starren Brustgurts, oder besser gesagt einer Spreize für sein Gurtzeug. Sie sorgt dafür, dass die Tragegurte am Piloten stets auf einer definierten Distanz gehalten werden. Auf Vimeo gibt es ein Video eines Acrofluges mit der "Querstange".


test : rigid chest straps from Jb test fly on Vimeo.
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1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ob die Idee wirklich so gut ist?? Ich fürchte, die starre Spreize kann einen Twist eher verschlimmern. Grund für einen Twist ist, dass der Schirm schneller um eine Hochachse dreht, als der "träge" Pilot da drunter. Mit der Spreize kann dies nicht endgültig verhindert werden. Es wird sogar schwieriger, sich wieder auszudrehen, weil der Schnittpunkt der verwickelten Tragegurte nun höher, womöglich unerreichbar, liegt.

Gruss