Bei Thermik mehr Hangabstand wahren

Gleich zwei Baumlandungen sind mir von diesem Wochenende aus dem Großraum Eifel berichtet worden, bzw. bei einer war ich selbst Zeuge. Der Unfall, der trotz Rettungsgroßaufgebot letztendlich glimplich ausging, beruht auf einer zu geringen Vorsicht des Piloten: Er war am Hang einfach zu nah an die Bäume herangeflogen. Als er in den Abwindbereich einer Thermik kam, sank er in die Kronen. Erst hing er oben noch am Schirm, doch dann brach der tragende Ast, und der Pilot fiel doch noch bis zum Boden durch. Dem Protektor sei Dank, dass dieser Vorfall glücklich endete.

Der Vorfall zeigt freilich auch: Es ist Zeit für die Piloten, aus dem Winterflugmodus zu erwachen! Wir haben Frühling. Die Chancen am Hang auf Thermiken zu treffen und nicht nur im dynamischen Aufwind zu soaren, sind damit deutlich erhöht. Doch das bedeutet auch: Mit den Aufwinden kommen ebenso die Abwinde. Und die sollte man jetzt beim Hangkratzen immer im Hinterkopf behalten und sich stets einen Fluchtweg weg vom Hang reservieren.

Wie man das macht?
  • Grundsätzlich größeren Hangabstand halten (die Thermiken ziehen weiter vorn eh besser durch)
  • Beim Einfliegen in (thermische) Steigzonen schon tendenziell vom Hang weghalten, d.h. etwas Gewicht auf die hangabgewandte Gurtzeugseite legen, für den Geradeausflug die Bremse auf der Hangseite etwas nachziehen (nicht zu weit)
  • Im Steigen leicht angebremst fliegen. Man nimmt mehr Steigen mit, hat aber auch schnellere Reaktionsmöglichkeiten beim Herausfallen aus der Thermik durch das schnelle Loslassen der hangseitigen Bremse, um die Kurve weg vom Hang einzuleiten. Das Gewicht liegt ja schon außen (s.o.)
  • Thermikkreise immer weg vom Hang einleiten.
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3 Kommentare:

Otto hat gesagt…

>>Der Unfall, der trotz Rettungsgroßaufgebot letztendlich glimplich ausging,

So so, TROTZ Großaufgebot ist nichts passiert. Den Satz würde ich doch etwas umformulieren. :o)

Lucian Haas hat gesagt…

Otto. Ich habe nicht geschrieben, dass nix passiert ist. Es ist etwas passiert, aber der AUSGANG war glimpflich (keine Verletzungen). Angesichts des Rettungsgroßaufgebotes (inkl. Hubschrauber) hätte ein Außenstehender wohl etwas anderes erwartet. Und es war auch ein Riesenglück im Spiel, dass bei dem Sturz vom Baum nichts Schlimmes passiert ist.

Otto hat gesagt…

Hi!
Offenbar habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt. Mir geht es mehr ums Grammatikalische als ums Inhaltliche. Es geht um den Gebrauch des Wortes "trotz", der hier sinnentstellend verwendet wurde.
Dein Satz impliziert, dass es das Ziel der Rettungskräfte gewesen wäre, eine glimpliche Rettung zu VERHINDERN (und dies TROTZ GROSSAUFGEBOT nicht gelungen sei).

Eine übliche Forumulierung lautet: "Das Übergreifen des Brandes auf Nachbarhäuser konnte trotz eines Großaufgebotes der Feuerwehr nicht verhindert werden."
Wenn Du aber schreibst: "Der Unfall, der trotz Rettungsgroßaufgebot letztendlich glimplich ausging," liest sich das anders als wohl gewollt. Besser wäre etwas wie "Der Unfall, der ein Rettungsgroßaufgebot auslöste, aber letztendlich glimpflich ausging,".

Aber alles nicht so wichtig, sollte nur ein gutgemeinter Hinweis sein.