X-Alps: Die besten Strecken nachfliegen

Chrigel startet in Interlaken zu seinem Flug zum Matterhorn. // Foto: Bruno Petroni
Die Red Bull X-Alps 2013 sind seit Freitag zu Ende. Der Überhaupt-nicht-Überraschungssieger war zum dritten Mal Chrigel Maurer. Aber auch die nachfolgenden neun Piloten, die in der gesetzten Zeit noch bis Monaco kamen, haben eindrückliche Leistungen gezeigt. Und selbst wem der Wettbewerb und die Platzierungen letztendlich egal waren – der Faszination so mancher ausgefallener Routenwahl dürfte wohl jeder begeisterte Streckenflieger erliegen.

Netterweise kann man den gesamten X-Alps-Verlauf im Internet auch nachträglich in Google Earth anschauen. Dazu muss man auf der Seite des Live-Trackings im Menü den Punkt „Time“ anklicken und bekommt dann einen „Time-Slider“ angezeigt. Dort lässt sich in Viertelstundenschritten ein beliebiger Zeitpunkt des Rennens anwählen, um von dort ab das Tracking jedes gewünschten Piloten noch einmal wie live zu erleben. Ein paar ausgewählte Schmankerl zum virtuellen Nach- und Mitfliegen:

  • Tag 3, ab 8:55 UTC: Antoine Girard und Clement Latour starten gemeinsam an der Wangalm und kommen beide tief. Während Latour landen geht, zeigt Girard sein Kämpferherz, kann bravourös wieder aufsoaren und landet schließlich wenig unterhalb der Zugspitze ein.
  • Tag 5, ab 9:55 UTC: Chrigel Maurer fliegt von Interlaken aus ins Wallis, weiter nach Zermatt und schließlich ab 15:30 UTC am Matterhorn vorbei auf die Südseite der Alpen.
  • Tag 6, ab 9:20 UTC: Kaoru Ogisawa erreicht von der Zugspitze aus in acht Stunden den Reschenpass, nimmt den Wendepunkt Sulden und kreist noch gegen sieben Uhr abends (17:00 UTC) über dem Ortler.
  • Tag 8, ab 9:25 UTC: Peter Gebhard startet nach einer Nacht auf über 3000 Meter in der Nähe des Matterhorns, fliegt den Alpenhauptkamm südseitig entlang und quert diesen abermals, um den Mont Blanc nordseitig zu passieren.
  • Tag 10, ab 8:50 UTC: Ferdinand van Schelven startet südwestlich von Grenoble und fliegt in einem weiten Bogen abseits der dort üblichen Routen quer über die wilden südfranzösische Alpen. Mit dem Parforce-Ritt holt er 80 Kilometer gegenüber dem Italiener Aaron Durogati auf, macht vier Plätze gut und wird am Ende noch Sechster.


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