Hängepartie am Dreiser Weiher

Am Fluggelände Dreiser Weiher in der Eifel sind seit heute offiziell keine Flüge mehr erlaubt. Die entsprechende Freigabe durch die Behörden ist abgelaufen. Ob das nun auch das endgültige Ende der beliebten Flugarena darstellt, ist freilich immer noch nicht entschieden. Die Bemühungen der Ostwindfreunde, auf politischer Ebene doch noch zu erreichen, dass der Startplatz von einer dort geplanten Streuobstwiesenpflanzung ausgenommen wird, gehen weiter.

Immerhin haben sich bei einer Online-Petition 2753 Unterstützer für einen Erhalt ausgesprochen. Die offizielle Übergabe der Liste der Unterzeichner an den für die Planungen zuständigen Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein steht wegen etwas schwierigen Terminabsprachen noch aus. Allerdings ist schon jetzt durch diese Initiative, Presseberichte und persönliche Gespräche das Thema Fluggebiet Dreiser Weiher auch in übergeordneten Stellen bis hin zum Innenministerium von Rheinland-Pfalz bekannt. Welche Lösungen die politischen Mühlen dort zurechtmahlen, bleibt abzuwarten.

Zwischenzeitlich gab es noch Gegenwind von anderer Seite. Wie der Volksfreund berichtete, meldete der Naturschutzbund Bedenken an, weil der offizielle Landeplatz am Dreiser Weiher innerhalb eines Naturschutzgebietes liegt, in dem seltene Wiesenbrüter heimisch sind.
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3 Kommentare:

Karl S. hat gesagt…

Wenn dort ein Wiesenbrüter heimisch ist, widerspricht das nicht dem Anlegen einer Streuobstwiese?!?

Lucian Haas hat gesagt…

Die Streuobstwiese ist nur oben am Startplatz geplant, der auch noch außerhalb des NSG liegt. Der Landeplatz liegt unten im Kessel des Maares im NSG. Dort sind keine Obstbäume geplant, aber dort könnte es möglicherweise einen Konflikt mit den Wiesenbrütern geben, so zumindest die Sicht des Nabu.

Ralph hat gesagt…

und genau diese Wiesen werden zwei mal im Jahr mit rasant schnellen Maschinen gemäht..., - arme Tierchen, wenn sie nicht schnell genug weg kommen.