Klimawandel in Google Earth

Welttemperaturen im regionalen Raster. Ein Klick in die farbigen Rechtecke öffnet passende Grafiken.
Crutem-4 nennt sich ein Datensatz, mit dem Klimaforscher die Entwicklung der weltweiten Durchschnittstemperaturen beschreiben und nachverfolgen. Er basiert auf Messungen von rund 6000 meteorologischen Stationen weltweit. Allerdings waren solche Datensätze für die Allgemeinheit bisher weitgehend "verborgenes Zahlenwerk". Jetzt haben Forscher der University of East Anglia die Daten so aufbereitet, dass man sie in Google Earth anschauen kann.

Dort sind alle Kontinente mit einem Rastergitter überzogen. Durch einen Klick in die Gitterzellen bekommt man eine Grafik angezeigt, wie sich die rekonstruierten Temperaturen in der gewählten Region seit ca. 1850 bis Ende 2012 entwickelten. Die Daten können dann noch weiter herunter gebrochen werden auf einzelne Messstationen. Die Grafik rechts zeigt beispielsweise die Temperaturentwicklung an der Schmittenhöhe bei Zell am See in den Alpen.

Was hat das nun mit Gleitschirmfliegen zu tun? Nunja, der Klimawandel beeinflusst zwar kaum eindeutig nachweisbar eine tagesaktuelle Flugentscheidung, doch prägt er zunehmend die allgemeinen Wetterbedingungen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Manchmal ist ein wenig Anschauungsmaterial ganz hilfreich, um zu verstehen, was da in der Atmosphäre im Gange ist.
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