Vorsitzender der EN-Arbeitsgruppe widerspricht Ozone

Die Interpretation von Ozone, dass der Enzo 2 in der Serienfassung trotz seiner gegenüber dem Testmuster um 40 Zentimeter längeren Hinterkante noch der EN-Norm entspricht, weil der Hersteller für diese Schirmmaße nach eigenem Ermessen die Toleranzen festlegen dürfe, ist falsch. Das sagt Angus Pinkerton, der Vorsitzende der Arbeitsgruppe WG 6, die für die Ausarbeitung der EN-Testnormen für Gleitschirme zuständig ist.

Es bestehe kein Zweifel über die Intention und die schriftliche Fassung der Norm. Laut EN 926:2-2013 müsse ein Testmuster so genau wie möglich den Serienschirmen entsprechen - im Rahmen der praktischen Toleranzgrenzen des Herstellungsprozesses, so Pinkerton.

In der genannten EN-Norm heißt es u.a. unter Punkt 5.3.1 über die Auswahl des Testmusters: Es muss flugbereit sein und in allen Aspekten mit dem Serienmodell übereinstimmen. ("Select a test specimen, complete with the user's manual in a language acceptable to the testing laboratory, ready to fly and conforming in all points to the production model.").
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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie ist die rechtliche Situation?
Ozone hart einen Schirm als zugealssen verkauft, der keine Zulassung hatte. Damit ist ein tödlicher Unfall passiert. Ob die Ursache dafür (ausschließlich) der Schirm war, läßt sich nicht mehr überprüfen.
Der Pilot war aber ohne sein Wissen mit einem nicht zugelassnen Schirm unterwegs.

Tobias

Lucian Haas hat gesagt…

Solche Fragen werden wohl offiziell nur Gerichte klären können (und wahrscheinlich auch müssen).