DHV baut eigene Geschäftsstelle

Am vergangenen Wochenende  fand in Rottach-Egern am Tegernsee die Jahreshauptversammlung des DHV statt. Hier die wichtigsten Neuigkeiten:

Der DHV wächst: Derzeit zählt der DHV rund 37.000 Mitglieder. Das Durchschnittsalter liegt bei 45 Jahren. Im laufenden Jahr gab es bereits über 3100 Neueintritte - ein Rekord. Rund 2000 neue Flugscheine wurden ausgestellt. (Zur Zahl der Austritte wurden keine Zahlen genannt. Austritte werden erst am Jahresende wirksam).

Bau einer Geschäftsstelle: Bisher sitzt die Verwaltung des DHV in angemieteten Büroräumen in Gmund. Das wird sich in Zukunft ändern. Die Delegierten stimmten einem Antrag des Vorstandes zu, in den nächsten Jahren für rund 1,2 Millionen Euro eine eigene Geschäftsstelle zu bauen. Finanziert wird sie aus den Rücklagen des Verbandes, die derzeit etwa 2 Millionen Euro betragen. Das entsprechende Grundstück hat der DHV bereits zu einem Vorzugspreis von der Gemeinde Gmund gekauft. Geplant ist ein zweistöckiger Zweckbau "im ortsüblichen Stil". In einem teilweise stärker ausgeschachteten Keller soll auch die Technikabteilung des DHV mit ihrer Protektor-Testanlage integriert werden.

Versicherungsprobleme: Seit Jahren arbeitet der DHV mit dem Versicherungskonzern HDI Gerling zusammen. Derzeit stellt sich das Problem, dass HDI wegen gestiegener Unfallkosten im Rahmen der Kooperation mit dem DHV nach eigenen Angaben mehr auszahlt als einnimmt. Deshalb stehen nun Leistungen und Kosten auf dem Prüfstand. 2015 werde sich zwar noch nichts ändern, doch in Zukunft seien Anpassungen zu erwarten, am ehesten bei der Unfallversicherung, sagte DHV-Geschäftsführer Klaus Tänzler.

Magazin als e-Paper: Das Verbandsmagazin DHV-Info gibt es jetzt auch als e-Paper online zu lesen. Die Programmierung des entsprechenden Portals ist abgeschlossen. Mitglieder sollen künftig auf die Zusendung einer Printausgabe verzichten können. Der DHV erhofft sich davon mittelfristig auch Kosteneinsparungen.

Vorstandswahlen: In ihrem Amt bestätigt wurden Frank Herr als 2. Vorsitzender und Dieter Münchmeyer als Technikvorstand des DHV.

Auf der Homepage des DHV steht ein ausführlicherer Bericht zur Jahreshauptversammlung.
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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Lucian,
frag doch beim HDI mal nach, ob die das auch so formulieren würden, dass die Unfallkosten gestiegen seien und die Tarife deswegen angehoben werden müßten. Wäre ja sicher interessant, woran das liegt.
Gruß, Sebastian

Dieter hat gesagt…

Es stellt sich auch die Frage, ob nicht die Vorteile der DHV Gleitseglerhaftpflich mit der Unfallversicherung verrechnet werden können.

Ich jedenfalls zahle seit Jahren die Haftpflichtversicherung und habe wie vermutlich 99,0 % der anderen Mitglieder noch nie eine Leistung in Anspruch nehmen können bzw. müssen. Die Unfallversicherung bisher auch nicht.

Im Detail wäre dann auch mal bei anderen Versichern zu fragen, ob die gern ein "attraktiven" Kundenstamm übernehmen möchten.

Es wäre unter Umständen, auch mal denkbar, einfach nur als Gedankenexperiment,
das vom Versicherer erst mal eine Meldung von Unterdeckung herausgibt, ohne dann genaue Zahlen zu nennen.

Wenn ich erst mal 50% Verwaltungskosten einrechene, kriege ich jeden Versicherungs-vertrage als nicht kostendeckend eingestuft.

Könnte aber auch sein, das denen, das zukünftige Haftungsrisko bei Durschnittsalter von 45 Jahren der Piloten, zu hoch ist.
Steigt ja mit jedem Lebensjahr und die privaten Krankenversicher wollten sich ja auch schon gern von Ihren Rentner trennen.

Ich gehöre allerding auch zur Klasst 50+