WM: Sie sitzen alle in einem Boot

Moderne Race-Gurtzeuge mit großer Finne am Heck: Von links oben im Uhrzeigersinn
Woody Valley X-Rated 6, Gin Genie Race 3, Niviuk Drifter, Ozone Exoceat. // Quelle: Hersteller
Am 10. Janaur hat die FAI-Gleitschirmweltmeisterschaft im kolumbianischen Roldanillo mit der Einschreibung und Trainigstagen begonnen. Der erste Task für die Wertung ist für den 13. Januar angesetzt. Insgesamt dauert die WM dann bis zum 25. Januar

Für viele Piloten ist die WM spannend wie schon lange nicht mehr, vor allem wegen neuer Technik. Während die Wettbewerbe der vergangenen zwei Jahre weitgehend von Piloten unter Ozones Enzo 2 als Schirm dominiert wurden, sollen nun der neue Gin Boomerang 10 und Niviuks Icepeak 8 leistungsmäßig wieder auf Augenhöhe sein. Dafür hat vor allem Niviuk stark aufgerüstet (lu-glidz berichtete).

Die Entwicklung der Technik beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Schirme. Ein Teil des Leistungssprungs, den die Wettbewerbspiloten in den vergangenen zwei Jahren erfahren haben, beruht auch auf neuen Gurtzeugen mit einer verbesserten Aerodynamik.

Alle modernen Race-Gurtzeuge warten mittlerweile mit einer aufgeblasenen Finne am Heck auf. Sie dient dazu, die um die Piloten fließenden Luftströmungen hinten wieder mit möglichst wenig Verwirbelung zusammenzuführen. Denn solche Wirbel am Heck erzeugen Widerstand, was sowohl die Geschwindigkeit als auch die Gleitleistung der Schirm-Piloten-Kombi verringert. Der Leistungszuwachs allein durch die bessere Aerodynamik soll im Vergleich zu herkömmlichen Liegegurtzeugen bis zu einer Gleitzahl betragen.

Die besonderen Heckbürzel haben auch noch einen zweiten Effekt: Sie stabilisieren wie ein Seitenleitwerk die Lage des Gurtzeugs im Luftstrom und dämpfen Gierbewegungen. Piloten erleben das als eine größere Flugruhe.
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