Warum manche Thermikprognosen derzeit nicht liefern

Kürzlich hat die US-Wetterbehörde NOAA ihr globales Wettermodell GFS renoviert (lu-glidz berichtete). Die Umstellung auf ein feineres Modellraster von nur 13 Kilometern bereitet allerdings einigen Anbietern von Thermikprognosen auf Basis des RASP-Modells Probleme. Denn mit dem neuen GFS-Modell wurde auch ein leicht geändertes Datenformat eingeführt. Einige RASP-Anbieter haben sich noch nicht darauf eingestellt. Deshalb können sie derzeit keine aktuellen Thermikprognosen liefern

Die RASP-Software bezieht normalerweise automatisch alle benötigten Global-Wetterdaten von FTP-Servern der NOAA. Die entsprechenden Programm-Routinen müssen nun umgeschrieben und angepasst werden. Allerdings hat John Glendening, der Urheber von RASP, schon vor einigen Jahren die zentrale Weiterentwicklung und den Support für das Modell aufgegeben. So sind nun die lokalen RASP-Anbieter auf sich gestellt, hier Lösungen zu finden.

Manche Betreiber von RASP-Derivaten wie z.B. soaringmeteo.ch oder meteo-parapente.com haben sich da schon durchgefuxt. Andere Seiten, die noch auf der klassischen RASP-Software basieren, arbeiten noch daran. Da viele RASP-Server von Segelfliegern betrieben werden, die derzeit eh ihre Winterpause haben, hat diese Umstellung vielleicht auch nicht bei allen gerade die oberste Priorität.
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