Gurtzeuge werden künftig besser geprüft

Die EN-Norm zur Prüfung von Gurtzeugen wird weiterentwickelt. Kürzlich traf sich die entsprechende Arbeitsgruppe für Gleitschirmnormen, WG-6, um über nötige Verbesserungen zu verhandeln. In der Arbeitsgruppe sitzen Vertreter von Herstellern, Verbänden und Prüfstellen.

Wie aus Teilnehmerkreisen verlautete, sollen Gurtzeuge künftig nicht nur auf ihre Festigkeit, sondern auch auf ihre Funktion hin geprüft werden. Dabei geht es vor allem um die Auslösung des Rettungsgerätes. Dafür soll in einem Simulator (G-Force-Trainer) getestet werden, ob die Rettung auch noch bei hohen G-Lasten, wie sie bei einem Spiralsturz herrschen, einwandfrei gezogen werden kann.

Zudem wird die Lasttestprüfung für Gurtzeuge erweitert, um auch schweren Piloten mit mehr als 120 kg Körpergewicht noch zertifiziertes Material bieten zu können. Eine generelle Protektorpflicht (wie laut LTF) ist in der kommenden EN-Norm nicht geplant, d.h. es wird auch weiterhin EN-geprüfte Gurtzeuge mit und ohne Protektor geben.

Die abschließenden technischen Beratungen der WG 6 sollen im Oktober stattfinden. Das In-Kraft-Treten der neuen Gurtzeug-Norm ist nicht vor 2016 zu erwarten.
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1 Kommentare:

Roland Hochhaus hat gesagt…

Wichtig wäre auch die Schutzwirkung für den Rücken. Einige Leicht Gurtzeuge haben nur einen Punkt Protektor für den Test.

Grüße
Roland