Der Bilderberger-Ärger

Flugverbotszone mit eine Radius von 27 nautischen Meilen rund um Telfs.
Der Kreis setzt sich auch in Süddeutschland fort.
Der G7-Gipfel mit seinen Flugverbotzonen ist vorbei, da steht schon das nächste Treffen "bedeutender" Persönlichkeiten an, die vielen Gleitschirmpiloten für ein paar Tage den Flugspaß rauben werden. Vom 10. bis 14. Juni findet im österreichischen Telfs die Bilderberg-Konferenz statt. Für diese Zeit sind große Teile des Luftraums über Tirol und auch den angrenzenden Regionen Süddeutschlands gesperrt. Vom Tannheimer Tal bis zum Achensee, Lechtal, Inntal, Ötztal, Stubaital, die Zugspitzarena, vom Tegelberg bis zum Brauneck ... - überall dort wird ab morgen fünf Tage lang nicht geflogen werden können. Selbst kurze Abgleiter zu Schulungszwecken sind untersagt. Weitere Infos mitsamt der genauen Karten der Sperrzonen sind auf der Homepage des DHV zu finden.

Inwiefern das staatlich verordnete Verbot in seinem Ausmaß gerechtfertigt ist, sei dahin gestellt. Die Bilderberg-Konferenzen sind private Treffen von Wirtschafts-, Finanz- und Politikoberen. Dass deren Sicherheit in einem solchen räumlichen Ausmaß über die Freiheit der Piloten gestellt wird, mag dem einen oder anderen sauer aufstoßen. Zur Beruhigung sei nur angemerkt: Echte Hammertage wird man während dieser Zeit in der Region den Prognosen nach nicht verpassen. Und die besseren Flugbedingungen werden wahrscheinlich auch weiter im Osten herrschen - jenseits der Grenzen der Flugverbotszonen.
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4 Kommentare:

Matthias Wehrle hat gesagt…

Was würden die wohl machen, wenn 400 Piloten gleichzeitig auf Strecke gehen? Whs. alle panisch abschießen...

AlexDozer hat gesagt…

Schon komisch das der Staat eine riesige Flugverbotszone macht für eine private Veranstaltung, und das gleich mehrere Tage.

Ein Schelm wer böses denkt!

OttoS hat gesagt…

@AlexDozer

naja, dass der Luftraum für private Veranstaltungen gesperrt wird ist ja nun nichts neues mehr. Bereits 2006 wurden die Lufräume über den Fußballstadien gelegentlich gesperrt und die FIFA ist auch nur ein privater Verein. Auch die Münchner Sicherheitskonferenz (die wohl eine ähnliches Teilnehmerfeld anspricht wie die Bilderberg-Konferenz) ist regelmäßig mit einer Luftraumsperre "geschützt". Wenngleich hier die Bundesregierung deutlich mitfinanziert. Erstaunlicherweise reichte für die MSC ein 2,5NM Radius (ED-R) bzw. 9NM (RMZ) Radius. Warum dieser exzessive 27NM Radius für Bilderberg vonnöten ist, bleibt mir ein Rätsel.

Nachdem für G7 Elmau schon die größte Luftraumsperrung der deutschen Geschichte veranlasst wurde, sollten wir und die Verbände (speziell DAeC) mal darüber nachdenken gegen solche Luftraumsperrungen zu klagen. Nicht umsonst steht in den NfL's auch eine Rechtsbehelfsbelehrung. Mag eine Sperre durchaus sinnvoll sein, diese exzessive Ausdehnung ist es wohl selten. Für Bilderberg hätten es 8 oder 5NM sicher auch getan.

Otto

Anonym hat gesagt…

Zum Glück nur das halbe Lechtal ;-)