Inselrekord auf La Palma

Rekordflug: Einmal die Insel rauf und runter. // Quelle: XContest.org
Auf kleineren Inseln große Strecken zu fliegen, ist immer etwas besonderes. Durch den Einfluss des Meeres und einer selten geschlossenen Topographie ist es schwierig, durchgängig thermische Linien zu finden.

Kürzlich herrschten auf der Kanareninsel La Palma außerordentlich gute Flugbedingungen. Die nutzte Dani Loritz, um vom Startplatz Campanarios aus einen neuen Inselrekord aufzustellen. 98 Kilometer absolvierte er im Lee des NO-Passats und verband so das Nord- und das Südende der Insel. Sein Flug (s. XContest) reichte mehr als ein Drittel weiter, als alle zuvor verzeichneten Streckenflüge auf La Palma.
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4 Kommentare:

Klaus Keller hat gesagt…


Hallo , das ist eine Klasse Leistung von einem sehr guten Piloten.
Aber: Man sollte das nicht ohne die Bemerkung veröffentlichen , das man immer im Lee fliegt und die Grenzen genau kennen muss . Zum einfach Nachahmen ist das für einen Durchschnittspiloten sicher nicht geeignet , dazu ist schon zuviel schief gegangen. Es kann sein , das man im los Llanos Tal einen 50ziger Fall-Wind aus Nordost hat und 4 km weiter bei Puerto Naos noch auf West soaren kann .

Lucian Haas hat gesagt…

Lieber Klaus, danke für die Sicherheitergänzung.
Die Leefliegerei auf den Kanaren oder anderen Inseln mit Passateinfluss ist immer sehr speziell. Man muss schon wissen, was man wann wo tut und wo man wann nichts mehr verloren haben sollte.

Daniel Loritz hat gesagt…

Hallo Klaus,
deine Bemerkung ist außerordentlich wichtig. La Palma im Speziellen ist ein schönes Fluggebiet und bietet einmalige Flüge. Der Sicherheitsramen ist als Laie ganz bestimmt und sogar als Profi nur schwer zu verstehen und zuverlässig nach zu vollziehen. Wir haben aus diesem Grund den lokalen und sehr erfahrenen Guide und Wetterprofi Roger Frey vom Palmaclub engagiert. Er hat mich während dem Flug mit allen nötigen Wetterdaten versorgt und mich über die aktuelle Lage auf dem Laufenden gehalten - auf diesem Weg nochmals herzlichen Dank an diesen professionellen Support.

Gerade auch aus diesem Grund sind Sterckenflüge auf solchen Inseln eine zusätzliche Herausforderung und die geflogenen Kilometer nicht mit denen im Alpenraum gleich zu setzten.

Während diesen Tagen wo wir diese außergewöhnlichen Flüge machen konnten herrschte tatsächlich eine ganz spezielle Wetterlage. Die Winde waren bis auf über 3000m sehr schwach. Es herrschte also keine typische Passatlage. Der Temp war ohne die übliche Inversion die in der Regel auf 1000-1200m liegt. Am Vortag war die Situation sogar noch als Blautermik zu erfliegen - wir hatten Flughöhen von über 2800m! Am 11. Dezember ähnlich wenig Wind. jedoch eine Basis um die 1300-1500m, jedoch mit leicht besserem Temp. Dies ermöglichte mir den Flug weit in den Norden und auch zurück.

Jens hat gesagt…

Vielen Dank für den interessanten Artikel und Gratulation zu Ihrer außerordentlichen Leistung.
Mit besten Grüßen,
Jens