Simple Einhängehilfe

Advance erleichtert mit Farbmarkierungen das Einhängen des Schirmes.

Das Easy-Connect-System von Advance. // Quelle: Youtube-Screenshot, bearbeitet
Die besten Ideen sind so einfach wie effektiv: Wie kann ein Pilot schnell erkennen, ob er seinen Schirm mit unverdrehten Tragegurten an den passenden Seiten seines Gurtzeuges einhängt hat? Advance gibt hier künftig Hilfestellung. Alle neuen Schirme und alle Gurtzeuge des Schweizer Herstellers werden mit eingewebten Farbbändern an den Aufhängepunkten dauerhaft markiert. Der Pilot muss nur noch rot zu rot und blau zu blau zuordnen. Easy Connect nennt der Schweizer Hersteller das System. Hierzu gibt es auch ein kurzes Erklärvideo auf Youtube.

Da sich die Farbstreifen zusätzlich entlang der C-Gurte bis zur Bremsanlenkung hochziehen, lässt sich mit einem Blick auch erkennen, oder der Gurt möglicherweise in sich selbst verdreht ist. Eine gerade Farblinie bedeutet: no twist. Für einen sicheren Start gibt es damit eine Fehlerquelle weniger.

Auch andere Hersteller markieren schon bei manchen Schirmen die Einhängeschlaufen an den Tragegurten mit unterschiedlich gefärbten Stoffen. Eine so konsequente Umsetzung durch alle Baureihen samt Gurtzeugen - inklusiv der No-Twist-Linie am hinteren Tragegurt - war allerdings bisher bei noch keiner Marke zu finden. Es wäre wünschenswert, wenn die Branche insgesamt dem guten Beispiel von Advance folgen und daraus sogar ein Standard würde. Das wäre doch mal eine Aufgabe für die Herstellervereinigung PMA!

Manche Puristen oder Traditionalisten könnten vielleicht bemäkeln, dass in der klassischen Luftfahrt (wie in der Seefahrt) für links und rechts bzw. Backbord und Steuerbord eigentlich die Farben rot und grün als Markierung üblich sind. Piloten, die rot-grün-blind sind, dürften aber die rot-blaue Lösung von Advance bevorzugen.
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4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie "L" und "R" bei Socken? Wird es als zusätzliche Option angeboten oder zieht Advance das einfach durch?
Was steckt dahinter? Gab es in der Vergangenheit viele Unfälle?
Stani

Anonym hat gesagt…

Nachtrag:
Ich denke, der Sicherheit ist am besten gedient, wenn man die Ausbildung grundlegend Europaweit (Weltweit?) ändert in dem man die Ausbildungsinhalte überdenkt. Ich für mein Teil rede schon seit Jahren, dass ein Groundhandling- und Sicherheitstraining ein fester Teil der Gleitschirmausbildung werden sollen. Ein Neuling muss! eine Steilspirale Fliegen können genau so wie Wingover, aus meiner Sicht die Übung zur besseren Schirmbeherrschung schlecht hin. Die Schirmbeherrschung am Boden sollte ebenso sitzen!

Die Neuerung seitens Advance ist in meinen Augen, ja sagen wir nicht ganz durchdacht, da es das Verdrehen nicht ganz ausschliesst und damit nur dem Design dient.

Stani

Lanzi hat gesagt…

Coole Sache hier von Advanced. Nun ist das Verdrehen wirklich nich gänzlich auszuschließen. Aber man geht einen Weg in die richtige Richtung. Recht geb ich Stani, aber nur Bedingt, was die Ausbildung betrifft. Klar sollte jeder Pilot eine Steilspirale fliegen können. Auch das Groundhandling oder BigJumpTraining (kleine kurze Flügerl mit präzisem Lernziel) sind unbedingt ein Muss. Jeder gute Pilot weiß das aus eigener Erfahrung. Ein Sicherheitstraining seh ich aber nicht in der Grundausbildung. Erst einmal sollte man begreifen können was der Flügel über einem macht, wenn der Pilot was macht und Wingover(?) Wingovern ist die (bei ungeübten Piloten) gefährlichste Flugfigur. Leicht zu erlernen, aber auch leicht sich zu überschätzen.

Lanzi hat gesagt…

Unterschätzen :-/
Sorry