X-Pyr 2016: And the winner is...

Bei allen großen Hike-and-Fly Wettbewerben scheint ein Sieger programmiert: Chrigel Maurer. Auch bei den X-Pyr 2016 ließ er seinen Verfolgern keine Chance. 

Der einsame Sieger der X-Pyr 2016: Chrigel Maurer.
// Quelle: Facebook - Tobias Dimmler
Dieser Post ist im Grunde nur noch Vollzugerklärung für das, was sich schon seit 1,5 Tagen abzeichnete (s. X-Pyr 2016: Alles schon entschieden?). Chrigel Maurer hat wieder einmal bei einem Hike-and-Fly-Wettbewerb seine Konkurrenten deklassiert. Die diesjährigen X-Pyr schloss er in einer neuen Rekordzeit von 3 Tagen und 15 Minuten seit dem Start ab.

Noch vor Mittag erreichte er das Zieltor und das Ende der Zeitmessung über Port de la Selva. Zu diesem Zeitpunkt waren nur Stanislav Mayer und Aaron Durogati noch so im Rennen, dass man ihnen annähernd nachsagen könnte, Chrigel zumindest ein wenig unter Druck gesetzt zu haben. Alle weiteren Teilnehmer hatten nur die Hälfte der Strecke oder weniger zurückgelegt.

Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den X-Pyr: Als Chrigel Maurer
das Ziel erreicht, steckt das Hauptfeld noch in der ersten Hälfte
der Strecke fest.
Das Rennen läuft jetzt offiziell noch bis Samstag. Es bleibt aber abzuwarten, wie viele der Teams tatsächlich noch motiviert sind, so lange im Rennmodus weiterzumachen. So könnte es tatsächlich sein, dass am Ende nur noch Mayer und Durogati auch noch ihre Zielankunft feiern (können).

Chrigels X-Pyr-Rennen war nicht nur ein Beispiel höchster Flugkunst, sondern auch ein Lehrstück von Taktik und Motivation. Er schaffte es, seine Route so zu timen, dass er von besseren Wetterbedingungen profitierte, während seine Verfolger in einer Windfalle gefangen blieben. Und selbst heute, als ihm der Sieg kaum noch zu nehmen war, rannte er lieber in den noch kühleren Morgenstunden, anstatt gemütlich dem Ziel entgegen zu wandern.

In dieser Form und mit seiner noch weiter wachsenden Erfahrung dürfte Chrigel noch über Jahre hinaus die X-was-auch-immer-Rennen dominieren. Es sei denn, dieses Format wird ihm irgendwann langweilig.
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