Das ist nicht das Ende von Soaringmeteo

Die beliebte Thermikprognoseseite Soaringmeteo.ch wird zum Teil seit Wochen nicht mehr aktualisiert. Doch Sorgen über das Ende der Seite sind wohl unbegründet.

Die Karte mit den Prognosepunkten der Thermikanalysen
von Soaringmeteo.ch // Quelle: Soaringmeteo
Es ist wie so häufig bei Projekten, die von Enthusiasten in Eigenregie betrieben werden: Mit viel Zeit und viel Lust bringen sie tolle Angebote ins Netz. Doch wenn es mal an der Zeit oder der Lust hapert und technische Probleme hinzukommen, dann steht das ganze schnell auf tönernen Füßen.

Soaringmeteo ist aktuell so ein Fall. Seit drei Wochen wird die 6-Tage-Prognose der Thermikbedingungen (soarGFS), basierend auf dem GFS-Modell, nicht mehr aktualisiert. Warum, das war nirgendwo ersichtlich, und die Fliegergemeinde rätselte: Sollte das das stille Ende von Soaringmeteo sein?

Mitnichten. Es ist nur das klassische Zusammentreffen eines Serverausfalls mit dem Zeitmangel des Betreibers: Der Schweizer Jean Oberson, bisher der Kopf und Macher hinter Soaringmeteo, hat einen neuen Job, der ihn stark in Anspruch nimmt. Der Server für die GFS-Modellseite von Soaringmeteo steht nicht dort, wo er arbeitet, und aus der Distanz hat er keinen Zugriff. Schon führt ein vielleicht kleiner Fehler zu einer langen Ausfallzeit.

Die gute Nachricht: Soaringmeteo-GFS soll wiederkommen. Zum einen will Jean Oberson bei Gelegenheit in den nächsten Wochen den Server wieder reanimieren. Zum anderen hat sich mittlerweile eine Gruppe von meteo- und computerbegeisterten Gleitschirmfliegern um Stephane Citherlet gefunden, die das Projekt Soaringmeteo künftig gemeinsam weiterführen wollen, um Oberson zu entlasten. Bis alles neu aufgesetzt ist, könnte es aber noch ein paar Wochen dauern.

Bis dahin sind zumindest die Tagesprognosen der Thermikqualität (SoarWRF 2k), die Soaringmeteo für den Alpenraum rechnet, weiter präsent und aktuell.

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