Kaltschnäuziges Hafensoaring

Bodø ist eine Hafenstadt weit im Norden Norwegens. Wer es sich traut, kann dort an der Hafenkante soaren, wie ein Video zeigt. Aber eigentlich ist das nichts zum Nachmachen.

Wo ist hier ein Landeplatz? Doch, es gibt einen...
// Quelle: Vimeo, Screenshot
Soll man es gewagt, mutig, dumm oder herausragend nennen, was der Norweger John Bjørnback da auf Vimeo eingestellt hat? Das Video zeigt einen Flug, bei dem ein Pilot (vermutlich er selbst) auf dem Berg Rønvikfjellet über der Hafenstadt Bodø startet, dann zum Hafenbecken hinüber gleitet, in geringer Höhe diverse Schiffsbrücken kreuzt, den Küstenwind nutzt, um noch an einem niedrigen Felsen zu soaren, bis er schließlich zwischen aufgeschütteten Kiesbergen am einzigen freien Stück der Hafenmole landet. 

Auf dem Weg dorthin steigt einem schon beim Betrachten gelegentlich der Schweiß in die Poren. Zugleich zeigt der Film auch, was das Geniale des Gleitschirmfliegens ist. Mit diesem Fluggerät kann man, ein wenig Flugplanung, Courage und Können vorausgesetzt, selbst an den ungewöhnlichsten Orten noch fliegen und sicher landen.

Um die Flugroute nachvollziehen zu können, lohnt es sich, diese sicher nicht offizielle "Flugarena" mal auf Google-Maps genauer anzuschauen und zu staunen. Bei so viel Kaltschnäuzigkeit sollte der Film einen Untertitel tragen, der sonst eher bei Akro-Videos genannt wird: Don't try this at home!

Der Film ist auf Vimeo zu sehen:



Nachtrag 9.3.: Der Track des Flug ist zu finden auf Paralogg.se
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8 Kommentare:

Andy Mäder hat gesagt…

... der (oder sie) stand doch unter drogen ;-)

Sebastian hat gesagt…

Schon perfekt, wie er immer im leicht vorgelagerten Aufwindband der Hindernisse geflogen ist.

Håmmer!

Jörg Nuber hat gesagt…

Ach was, alles easy. Der Zeno macht das doch ganz automatisch ;-)

Lucian Haas hat gesagt…

Der Track des Flug ist zu finden auf Paralogg:
http://www.paralogg.se/map/0F512715

John Bjørnback hat gesagt…

http://www.paralogg.se/map/0F512715

By pressing play down att the left the whole flight can be reviewed.
Used to work at the dock under the rigde before and also on the last building for several years. Knowing the area well and studying the sea eagles and seagulls have helped med doing this flight. Flew the rigde 15 years ago for the first time and the second time a couple og years ago. Normaly i would have landet at the pier were the big trawl boat were, but because i then would have ended i lee from them i chose to fly furder away. The turbulence in the beginning was rotor from the antenna area. Wind at start was around 6 m/s and the wind om the rigde was catabatic wind around 8 m/s.

Carsten hat gesagt…

Ich weiss auch nicht was da jetzt soo unglaublich gewagt sein soll. Der Pilot kennt den Hafen und jeden m2 wie die Hosentasche, er weiss genau bei welchem Wind er in welcher Höhe wo abfliegen muss um noch wo genau anzukommen. Sein Landeplatz ist geräumig und hindernisfrei angeströmt. Ich glaube auch der fliegt da zum x-ten Mal und macht dann eben etwas, was sich andere die da das erste Mal dastehen nicht mal im Traum vorstellen können.

Caipitonio hat gesagt…

Ich sah da auch keine riesigen Landeprobleme. Sehr viele Notlandeflächen, und der gewählte Kieshaufen war bzgl. Luv/Lee ideal. Auch ein Flachdach ist notfalls sicher zu belanden... Ich würde aber lieber bei uns in den Alpen fliegen :-)

Anonym hat gesagt…

Hi John,

a great flight and cool music ! Respect ! Peter