Favoritensiege beim Bordairrace

Chrigel Maurer hat das erste Bordairrace 2017 an der Kampenwand gewonnen. In puncto Effizienz war allerdings der Zweitplatzierte Manuel Nübel deutlich besser.

Flughöhe Null, aber die Stimmung hoch: Pal Takats (Platz 10)
und Ferdinand Vogel (Platz 5) "racen" im Regen.
// Quelle: Facebook, Pal Takats
Beim Bordairrace geht es darum, seinen "Wendepunkt am Limit" zu setzen. Das bedeutet, sich innerhalb von 33 Stunden so weit wie möglich vom Startpunkt zu entfernen, aber auch innerhalb der Zeit wieder zurück zu kommen. Nur Fliegen und Laufen sind zur Fortbewegung erlaubt. Beim Bordairrace in Aschau an der Kampenwand am vergangenen Wochenende schafften zwei X-Alps-Piloten als Favoriten diese Aufgabe am besten. Chrigel Maurer setzte seinen Wendepunkt bei knapp 74 km, Manuel Nübel bei 66 km. Der Drittplatzierte Gerald Gold kam auf 58 km.

Interessanter als die reinen Distanzen sind allerdings die gewählten Taktiken. Chrigel Maurer flog gen Westen und erkundete so eine Route, auf der er im Sommer auch bei den X-Alps unterwegs sein dürfte. Allerdings zwang ihn eine heranrückende Front schon früher zu Boden, und so musste er den Rückweg zu Fuß absolvieren, was ihm insgesamt knapp 105 km Laufstrecke bescherte - den Großteil davon im Regen.

Manuel Nübel wählte die Gegenrichtung. Er flog von Kössen aus nach Südost fast bis zum Hochkönig und auch wieder fast bis nach Kössen zurück. So war er als einer der ersten wieder am Startpunkt, hatte nur 50 km auf der Laufuhr und legte sich dann am Sonntag zur Belohnung in die Sauna, während das Gros des Starterfelds noch im Regen durch die Landschaft trottete.

Herauszuheben ist hier auch noch die Leistung des Viertplatzierten Lars Budack. Er flog nur knapp 19 km, legte dafür ab 136 km Laufstrecke hin. 500 Meter mehr, und es hätte für ihn noch aufs Podium gereicht.

Die Veranstalter hatten sich viel Mühe gegeben, das Bordairrace auch für Außenstehende "live" erlebbar zu machen. Unter anderem mit Live-Videos auf Facebook vom Start und der Zielankunft verschiedener Athleten (z.B. Chrigel Maurers Zieleinlauf samt Interview) sowie einem Livetracking. Dieses Feature erwies sich allerdings als noch ausbaufähig, da der Anbieter Livetrack24 für solche kombinierten Lauf- und Flugevents keine geeignete Darstellungsweise bietet, damit ein Außenstehender besser verfolgen kann, wann ein Teilnehmer fliegt, läuft oder nur rastet.

Alle Ergebnisse des Bordairrace der Kampenwand  gibt's hier (pdf).
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3 Kommentare:

Gerald hat gesagt…

Bitte in Zukunft per flymaster, livetrack24 ist unbenutzbar buggy.

JN hat gesagt…

Livetrack 24 hat auch bei der Mosel Open mehr oder weniger komplett versagt.

Bas hat gesagt…

An einem Wettbewerb ist es egal ob mal schön oder effizienz geflogen ist. Am Schluss muss man besser sein als seine Konkurrenz. Genau das hat hat Chrigel wieder einmal gezeigt :)