X-Alps 2017: Lange Zielgerade

Chrigel Maurer ist als Führender auf dem letzten Schenkel der X-Alps unterwegs. Das Wetter macht das Fliegen schwer. Das Teilnehmerfeld ist auf 21 geschrumpft. 

Ein Fan von Chrigel Maurer erlaubte sich einen Photoshop-Spaß.
Chrigel fliegt wieder einmal allen voraus. // Quelle: Facebook
Die Redbull X-Alps 2017 ist nicht nur streckenmäßig das bisher längste Rennen, sondern könnte es auch von seiner zeitlichen Dauer her werden. Teils schwieriges, sehr windiges und wechselhaftes Wetter macht aktuell den Athleten das Vorwärtskommen schwer.

In Front liegt weiter Chrigel Maurer. Nur kurzzeitig hatte er auf der Passage vom Garda-See zum Matterhorn die Führung an den Franzosen Gaspard Petiot abgeben müssen. Der schied allerdings nach einer harten Landung mit gebrochenem Handgelenk aus. Sollte Chrigel läuferisch fit bleiben (zwischenzeitlich plagte ihn eine entzündete Sehne am Knie), dürfte ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen sein. Der Zweitplatzierte Benoit Outters liegt gut eine halbe, Paul Guschlbauer rund eine Tagesetappe zurück (wenn man auch fliegbare Passagen voraussetzt).

Das Teilnehmerfeld hat sich schon deutlich reduziert. Von 31 gestarteten Piloten sind jetzt noch 21 im Rennen. Einige mussten verletzt aufgeben, darunter auch die als starke Konkurrenz gehandelten Stephan Gruber (Knöchel-Probleme) und Aaron Durogati (Knie-Probleme).

Pal Takats verbüßt am Comer See eine 48-Stunden-Zeitstrafe, weil er zuvor bei einem Flug unachtsam gewesen war und in den Luftraum Innsbruck einflog. Für ihn ist das doppelt ärgerlich, weil er zwischenzeitlich auf Rang 3 lag. Bis kurz vor Beginn der Zeitstrafe rannte er noch, mit Gleitschirmsack auf dem Rücken, den ersten Marathon seines Lebens, um es tatsächlich bis zum Campingplatz am See zu schaffen.

Es gibt vieler solcher kleiner Geschichten. Wer die vergangenen Renntage in guten und launigen Zusammenfassungen nachlesen will, der sollte auf die Facebook-Seite des Thermik Magazins schauen. Dort gewinnt man am schnellsten einen guten Überblick. Eine weitere gute Quelle für spannende Details der X-Alps ist die Facebook-Seite der X-Alps Anonymous Addicts. Wer lieber Videos schaut, dem sei das Video-Tagebuch (Vlog) von Paul Guschlbauer empfohlen.

Redbull hat es auf die letzten Tage der X-Alps sogar noch geschafft, das Live-Geschehen nun auch nahezu live (mit nur kleiner Zeitverzögerung) in Google-Earth zu präsentieren. So kann man jetzt endlich, wie in den Vorjahren, in 3D verfolgen, wo gerade geflogen wird - wenn bei diesem Wetter geflogen wird. Wie das geht, ist hier beschrieben (LINK).

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