Die IFFCPU will Wettbewerbspiloten mehr Einfluss auf künftige Entwicklung von Wettbewerbsregeln verschaffen
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| Das vorläufige Logo der International Free Flyers Pilots Union // Quelle: gagglereport.org |
Die Idee dazu geht zurück auf den Briten Malin Lobb. Angesichts der wachsenden Kritik aus der Pilotenszene an der zu wenig auf Sicherheit bedachten Organisation internationaler Wettbewerbe, die sogar in Rücktrittsforderungen für den gesamten Vorstand der Gleitschirm- und Drachenkommission CIVL der FAI mündete (Lu-Glidz berichtete), hatte Lobb vorgeschlagen: Eine solche Vereinigung würde den Stimmen der Wettbewerbspiloten in der Verwaltung ihres Sports mehr Gewicht verleihen, um Veränderungen von der Basis her zu ermöglichen.
Zusammen mit dem Franzosen Julien Garcia und Violeta Jimenez aus den USA stellte Lobb in einer online abgehaltenen Sitzung die geplante Arbeitsweise der IFFCPU vor. (Dazu gibt es eine Videoaufzeichnung und ein Transkript.)
Demnach sollen in einem offenen und transparenten Abstimmungsprozess als erstes Themen gesammelt und priorisiert werden, bei denen die Pilotenschaft dringenden Veränderungs- und Verbesserungsbedarf sieht. Zu den wichtigsten Themen sollen anschließend Arbeitsgruppen gegründet werden, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
All das soll schon in den nächsten Wochen geschehen, damit die Vorschläge bereits im Frühjahr 2026 bei der nächsten Jahreshauptversammlung den Delegierten der CIVL als mögliche Entscheidungsgrundlage dienen können.
Als erwartbare Themen von Arbeitsgruppen wurden Beispiele genannt, darunter: Definition einer CIVL Sports Class (CSC), Verbesserung der Sicherheit von Wettbewerbsgurtzeugen sowie eine Ausbildung und Standards für Wettbewerbsveranstalter.
Die Mitgliedschaft in der IFFCPU ist offen und kostet nichts. Wer dort teilnehmen und mit seiner Expertise zu Arbeitsgruppen beitragen will, muss sich dafür über die Website Gagglereport.org registrieren.
Auch die CIVL zeigt sich aktiv
Derweil ist auch die FAI CIVL in die Offensive gegangen. In einem längeren, ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Post auf der FAI-Website ist beschrieben, in welchen Bereichen Veränderungen geplant sind oder bereits angestoßen wurden. Etliche der Themen lassen eine direkte Verbindung zu der Kritik erkennen, die in den letzten Wochen in der Pilotenszene hoch kochte. Offenbar hat der Vorstand der CIVL erkannt, dass er hier handeln muss, um Vertrauen zurückzugewinnen.
Aufgeführt werden unter anderem:- Weiterentwicklung der CCC-Regeln
- verschärfte Norm für Wettbewerbs-Gurtzeuge
- medizinische Standards für Wettbewerbe
- Einführung offizieller Task-Setter
- verpflichtende Berichte zu allen Unfällen und Vorkommnissen bei Wettbewerben (auch Cat 2)
- Ausbildung und Zertifizierung von Wettbewerbsleitern

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