Der Flugwetter-Prognosedienst glänzt jetzt mit einer großen Modellauswahl. An der Optik hat sich wenig verändert
| Die Abdeckung des neuen Modells ICON-MP // Quelle: Meteo-Parapente.com |
Meteo-Parapente rechnet neuerdings ein eigenes Meteo-Modell namens ICON-MP mit 2,2-km-Raster. Es entspricht dem Modell ICON-D2 des DWD, bietet allerdings eine stark erweiterte Abdeckung. ICON-MP umfasst große Teile Europa inklusive ganz Spanien und Italien. Und es liefert Prognosen für fünf Tage im voraus. Zum Vergleich: ICON-D2 berechnet jeweils nur der nächsten 48 Stunden für einen kleineren Ausschnitt Mitteleuropas.
Aber damit nicht genug: Neben ICON-MP als Standard kann man in Meteo-Parapente jetzt auch Daten einer Reihe weiterer interessanter Modelle abrufen. Darunter: ICON-D2, ICON-CH2, ICON-CH1, Arome, ICON-EU und ICON-Global.
Das macht Meteo-Parapente aktuell zum Gleitschirm-Meteodienst mit der größten Modellauswahl und Datenbasis. Daneben hat Nicolas Baldeck als Kopf hinter Meteo-Parapente noch weitere feine Neuerungen entwickelt:
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| Zwei Modelle im Split-Screen-Vergleich (klick zum Vergrößern) |
Multi-Modell: Eine besondere Stärke des neuen Meteo-Parapente liegt in der Möglichkeit, zwei beliebige Modelle aus der gebotenen Auswahl direkt miteinander vergleichen zu können. Dafür muss man im Menü die Funktion "Multi-Model" aktivieren. Die Kartendarstellung wird dann gesplittet. Für jeden Teil der Anzeige kann man ein anderes Modell wählen. Verschiebt man den Mittelbalken mit der Maus, lässt sich die Darstellung der Modelle überblenden. Dieser direkte Vergleich mit Schiebebalken funktioniert auch bei den Punktprognosen, die sich für jedes Modell in Form von Wind-Diagrammen und Temps aufrufen lassen.
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| Split-Screen mit Topo-Karte |
Favoriten: Neu können Abonnenten von Meteo-Parapente auch Kartenpunkte als Favoriten abspeichern. Dafür klickt man einfach an passender Stelle in die Karte und aktiviert dann oben rechts im Fenster der Punktprognose das Sternchen-Symbol. Nun kann man diesem Favoriten noch einen Namen geben. Fortan werden die Favoriten als Sternchen auf den Karten eingeblendet. Alternativ kann man einfach die Suchfunktion aufrufen (Lupensymbol oben rechts), dann wird die Liste der Favoriten angezeigt. Klickt man auf einen Punkt in der Liste, zentriert sich die Karte automatisch auf diesen Ort und zoomt hinein.
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| Modellraster an einem Punkt |
Modellraster-Anzeige: Die ICON-Modelle arbeiten mit einem dreieckigen Modellraster. Bei Arome und anderen ist das Raster rechteckig. Wenn man bei Meteo-Parapente in die Karte klickt, bekommt man die zu diesem Punkt zugehörige Modellgitterfläche im Umriss angezeigt: als Dreieck oder Rechteck, je nach Modell. Das hilft dabei besser zu verstehen, wie das darunterliegende Gelände im Modell repräsentiert wird. Liegt zum Beispiel ein kleineres Bergseitental samt seiner Flanken komplett innerhalb eines solchen Rasterdreiecks, dann sollte klar sein, dass das Modell hier noch zu grob ist, um den Talwind passend erfassen zu können. Passt das Raster hingegen komplett in eine größeres Tal, wird das Modell in diesem Bereich den Talwind einigermaßen abbilden.Hierzu noch ein Tipp: Wenn man im Menü die Funktion "Glätten" deaktiviert, bekommt man alle Modellwerte auf den Karten im Modellraster, d.h. ohne fließende Farbübergänge angezeigt. Beim Modellvergleich treten Unterschiede so teils etwas deutlicher hervor.
Archiv: Neu bei Meteo-Parapente ist auch eine Archiv-Funktion. Klickt man unten in das Datumsfeld, öffnet sich eine Box mit der Tagesauswahl. Das Archiv reicht jeweils rund einen Monat zurück und umfasst alle Modelle. Interessant ist diese Funktion, wenn man im Nachgang z.B. prüfen will, welches der Meteo-Modelle die Bedingungen eines Flugtages am besten getroffen hat. Aus dem regelmäßigen Rückblick kann man auch Erfahrungen sammeln, welches der Modelle für die eigene Flugregion üblicherweise am zutreffendsten ist.
Aktuell gibt es das neue Meteo-Parapente nur in der Webversion. Laut Angaben von Nicolas Baldeck sollen alle beschriebenen Funktionen in Kürze auch in den Apps für Android und iOS verfügbar sein.
Um Meteo-Parapente ohne Einschränkungen nutzen zu können, ist ein Abo erforderlich. Der Preis liegt seit zehn Jahren unverändert bei 36 Euro pro Jahr. Mit den Multi-Modell-Funktionen und dem Archiv bekommt man jetzt aber deutlich mehr fürs gleiche Geld.



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