Batterietest und Akkuempfehlung

Viele Piloten verwenden noch immer Batterien in ihren GPS-Geräten, aus der Erfahrung heraus, dass Akkus v.a. bei niedrigen Temperaturen allzu früh den Geist aufgeben. Nur: Welche Batterien halten in der Praxis besonders lange, welche bieten das beste Preisleistungsverhältnis?

Peter Weil, Pilot und Inhaber des Outdoorevent-Anbieters 4Case, macht derzeit den Praxistest. Er hat einen Stapel Batterien verschiedenster Anbieter (Discounter und Markenprodukte) gekauft. Nach und nach steckt er jeweils 2 Stück davon in sein Garmin GPS 60 und legt dieses angeschaltet in einen Kühlschrank (3-4°C). Dann wartet er, bis die Trackaufzeichnung wegen Batterieschwäche beendet ist und ermittelt so die Durchhaltezeit. Derzeit liegen preislich die IKEA-Batterien (pro Betriebsstunde gerechnet) vorne, während Batterien von LIDL mit 22 Stunden am längsten durchhielten. Der Vergleich mit den Markenprodukten folgt aber erst in den nächsten Tagen. Alle (vorläufigen) Ergebnisse sind hier zu finden.

Aus der Sicht eines Wissenschaftsjournalisten muss ich freilich sagen: Wirklich erhellend ist dieses Verfahren nicht. Denn zum einen ist ein einmaliger Vergleich mit einem Satz Batterien nicht besonders aussagekräftig, da es nichts über die Streuung der Leistung aussagt. LIDLs Führung (s.o.) könnte auch nur die Folge eines Ausreißers nach oben darstellen. Zum anderen entspricht der Test keineswegs dem, wie Piloten in der Praxis handeln. Denn die wenigsten werden einen Batteriensatz im GPS so lange fliegen, bis er vollkommen leer ist. Vielmehr tauscht man ihn i.d.R. ja schon dann vor längeren Flügen aus, wenn die Energieanzeige deutlich nach unten geht. Im Grunde verschenkt man also einen Teil der gespeicherten Energie.

Vor diesem Hintergrund wird es noch einmal sinnvoller, doch über den Einsatz von Akkus nachzudenken. Mittlerweile gibt es neue Akkutechnologien, die bewirken, dass zum einen die Akkus - wie Batterien - den größten Teil ihrer Ladung auch dann noch behalten, wenn sie lange ungenutzt in der Schublade rumliegen. Zum anderen sind diese Akkus mittlerweile deutlich kältetauglicher geworden. Da man sie jederzeit, auch im 2/3 entladenen Zustand, austauschen kann, aber nicht wegwerfen, sondern nur neu aufladen muss, ist das natürlich viel umweltfreundlicher. Im DHV-Forum schwören auch Wettkampfpiloten wie Uli Prinz schon auf diese Technik.

Leider hat sich auf dem Markt (noch) kein einheitlicher Namensstandard für die alltagstauglicheren Akkus etabliert. Manche sprechen von LSD-NiMH (Low Self Discharge Nickel-Metall Hydrid). Doch in der Praxis heißen sie von Sanyo weiter "Eneloop", bei GP Batteries "ReCyko", Ansmann bietet sie als "maxE" und Varta als "Ready2Use" (eine ganze Liste der Anbieter und Produktbezeichnungen gibt's bei Wikipedia). Liest man ein bisschen in diversen Foren herum, so bekommen dort Eneloop und ReCyko die besten Erfahrungspraxisnoten. Die Straßenpreise liegen um die 10 Euro für einen Viererpack.
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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich habe ein Bräuniger Competino+ welches über 2 Batteriebänke verfügt. Das Gerät zieht den Strom solange aus Bank 1 bis beide Batterien der Bank 1 leer sind. Dann wird automatisch auf Bank 2 umgeschaltet. Daher habe ich lege ich in Bank 1 Akkus ein und in Bank 2 frische Batterien. Die Akkus aus Bank 1 lade ich, wenn das Gerät weniger als 50% Restkapazität anzeigt. Dadurch bleiben die Batterien in Bank 2 immer frisch. Falls es auf einem längeren Flug dennoch passieren, dass die Akkus in Bank 1 leer werden, gibts immer frische Batterien in Bank 2. Toi toi toi hatte ich bisher noch kein GPS-Ausfall aufgrund leerer Akkus oder leerer Batterien.

Wolfgang Reuter

AkkuLine hat gesagt…

Hallo, wir haben hier die bekanntesten Marken Batterien gemessen, siehe http://www.akkuline.de/Blog/post/Mignon-LR6-Batterie-Vergleich-Test-Feb-2010.aspx