03 Juli 2009

Eifel-Flugwetter 04.07.09

Kurzfassung


Ein halbwegs nutzbares, windschwaches und in der Eifel (!) wenig schauerträchtiges Wochenende. Am Samstag steht der NW-Wind besser an, am Sonntag herrscht die bessere Thermik.

Wetterlage


(Grafik: wetter3)
Die Schwachdrucklage der vergangenen Woche geht ganz langsam in ein neues Stadium über. Ein Tief rückt von Westen heran. Am Wochenende erreicht es uns noch nicht. Im Vorfeld aber herrschen mal etwas absinkende Luftmassen über der Eifel vor. Das bremst die hochschießenden Wolken, die Schauer und Gewittergefahr ist gering. Das spricht aber nicht automatisch für klassisches Hochdruckwetter mit strahlendem Sonnenschein.

Samstag


(Grafik: windfinder)
Am Samstag sorgt einiges an Feuchtigkeit auf Basishöhe (~1600m) und eine Inversion auf 2000m dafür, dass die Wolken eher in die Breite als in die Höhe wachsen. In den nachmittags verbleibenden 2 Achteln, wo die Sonne noch durchkommt, könnte es aber schon angenehme Thermikansätze geben. Der Wind beginnt schwach aus West, dreht im Tagesverlauf dann immer weiter Richtung Nord und frischt ein wenig auf (bis ~15 kmh, in thermischen Böen darüber).

Sonntag


(Grafik: Windfinder)
Sonntag schwächt sich der Wind in allen flugrelevanten Höhenschichten deutlich ab und kommt im Tagesverlauf in der Eifel aus unterschiedlichen Richtungen. Dafür herrscht ein guter thermischer Gradient in der Luft mit einer hohen Basis (~2000m) und z.T. schöner Wolkenthermik. Im Laufe des Nachmittags wird die Lage aber schlechter, die Basis sinkt etwas ab, die Wolken schießen weiter auf. Später kann es vereinzelt auch zu Schauern kommen.

Flugprognosen für den Großraum Eifel


Samstag sind am Nachmittag Nordhänge wie Dreis, Dernau oder Burgen-Veldenz interessant. Wo dann Wolkenlücken herrschen, damit der vielleicht etwas zu schwache Wind von der Thermik unterstützt wird, bleibt dahingestellt.
Sonntag ist ein idealer Tag fürs Schleppen und Dreieck-Fliegen. Vom Hang weg wird man schon viel Glück benötigen, um wirklich in eine Blase reinstarten und aufdrehen zu können. Hohe thermische Hänge wie z.B. Bremm sind hier von Vorteil.

Anderswo fliegen


Keine eindeutige Alternative. In den Alpen ist die Westhälfte etwas im Vorteil (die Gewitter kommen später...)

Weitere Aussichten


In der kommenden Woche rückt das schon erwähnte Tief heran, bleibt aber mehr im Norden. Darunter herrscht meist Westwind. Ein paar Spritzer kann es geben.

Hinweis:
Bitte nutzt die Kommentarfunktion des lu-glidz-Blogs, um nach dem Wochenende kurz Eure Erfahrungen zu posten. War das Wetter so wie die Vorhersage? Wo ging etwas, wo nichts?

29 Juni 2009

Lars Budack bei den Crossalps: Platz 3

Der Kölner Gleitschirmpilot Lars Budack ist beim Crossalps-Wettbewerb an der Hochries in diesem Jahr Dritter geworden (Foto: www.crossalps.com). Bei dem Wettbewerb geht es darum, wer innerhalb von zwei Tagen die weiteste Strecke mit dem Gleitschirm zurücklegt (in der Luft und/oder zu Fuß). Start und Ziel sind aber vorgegeben: Jeweils die Talstation der Hochriesbahn.

Das Wetter war in diesem Jahr nur wenig zum Fliegen geeignet. Lars schaffte es dennoch rund 15 km durch die Lüfte zu gleiten. Sieger wurde Paul Guschlbauer, der sowohl zu Fuß als auch in der Luft die jeweils weiteste Strecke zurücklegte (komplette Rangliste).

Über die Jahre betrachtet ist Lars Budack übrigens einer der konstantesten und erfolgreichsten Crossalps-Athleten : 2007 wurde er Zweiter, im vergangenen Jahr Vierter. Vielleicht klappt es ja 2010 mit einem Platz ganz oben auf dem Podium.

26 Juni 2009

Maxpunkte für die Funklasse

Das kostenlose Streckenflug-Auswertungsprogramm Maxpunkte liegt in einer neuen Version 6.1.3 vor. Es unterstützt jetzt auch die direkte Meldung von Streckenflügen auf den DHV-XC-Server, inklusive der Kategorien Sport- und Funklasse. Den Download gibt's hier: www.maxpunkte.de/competition.html

Verblasen am Tegelberg - ein Lehrstück

Am Sonntag, 14.06., gab es am Tegelberg gleich Reihenweise Baumlandungen. Der Westwind hatte am Nachmittag plötzlich (aber nicht völlig überraschend!) stark aufgefrischt. Es ist ein Lehrstück für das wenig wetter-vorausschauende Flugverhalten vieler Piloten. Und weil man aus Lehrstücken halt wirklich etwas lernen kann, hat der DHV eigens eine Seite mit Erfahrungsberichten und Analysen ins Netz gestellt. Lesenswert!

Eifel-Flugwetter 27.06.09

Kurzfassung


Eine feucht-warme, schauer- und gewitterträchtige Lage mit schwachem Wind aus O-NO. Samstag nachmittag deutliche Schauerneigung, Sonntag wieder stabiler.

Wetterlage


(Grafik: wetter3)
Ein Hoch über Skandinavien und ein Tief über dem Balkan sorgen dafür, dass von Osten her feuchtwarme Luft nach Deutschland geführt wird. Zugleich herrschen recht schwache Druckgegensätze, also geringer Luftmassenaustausch. So kann die Luft über den Tag genüsslich vor sich hinköcheln und mit der Zeit hie und da auch quasi überkochen (Gewitter). Die Feuchtigkeit, die dann abregnet, wird im nächsten Zyklus gleich wieder in die Luft gepumpt. So steckt ständig viel Energie in der Atmosphäre.

Samstag


(Grafik: windfinder)
Am Samstag Sonne-Wolken-Mix mit einer am Nachmittag deutlichen Schauer- und Gewittertendenz. Wind aus O-NO mit 10-15 kmh, in Schauernähe z.T. stark böig. Thermisch gibt der Tag von der Schichtung nur wenig her. Basis um 1300, nachmittags absinkend.

Sonntag


(Grafik: Windfinder)
Sonntag sickert von Norden her trockenere Luft ein. Entsprechend geringer ist die Schauertendenz (weiter im Süden ist sie aber immer noch hoch!). Wind weiter schwach aus O-NO. Basis am Nachmittag über 1600m. Thermisch halbwegs interessant.

Flugprognosen für den Großraum Eifel


An diesem Wochenende lässt sich nicht sagen, dass man irgendwo sicher zum Fliegen kommt. Vor allem die Schauertendenz am Samstag ist im Wortsinn unberechenbar. Es kann überall und nirgends losgehen. Gewitterfliegen ist übrigens nicht empfehlenswert ;-)
Fliegerisch verspricht der Sonntag etwas mehr. Bei O-NO sind Startplätze wie Hönningen, Boppard oder Rachtig gefragt. Allerdings ist bei dem schwachen Wind die Absaufgefahr groß. Windenschlepp ist vielleicht die interessantere Alternative.

Anderswo fliegen


Keine sinnvolle Alternative. Die Ostalpen saufen weiter ab, die Nordalpen weiter im Stau. Südalpen z.T. fliegbar, aber Nordföhntendenz.

Weitere Aussichten


In der kommenden Woche bleibt es schwachwindig, unsicher mit latenter Schauerneigung.

Hinweis:
Bitte nutzt die Kommentarfunktion des lu-glidz-Blogs, um nach dem Wochenende kurz Eure Erfahrungen zu posten. War das Wetter so wie die Vorhersage? Wo ging etwas, wo nichts?

24 Juni 2009

Video: Fliegen über den Azoren

Im neuesten DHV-Magazin schreibt Urs Löffler über das Fliegen auf den Azoren. Zeitgleich, wenn auch nicht abgesprochen, hat ein lokaler Flieger ein sehr schönes Azoren-Video auf Vimeo veröffentlicht. Schöne Bilder! Zu sehen unter www.vimeo.com/4891209
Am besten HD-Modus einschalten, Pause drücken, warten bis das ganze Video geladen ist, und dann "Full Screen" wählen (u.r.) und genießen....

23 Juni 2009

Chillen in Dreis

Diese langen Sommertage haben ja ein Gutes: Wenn man aus dem Büro kommt, ist es noch rund vier Stunden hell. Die kann man doch auch zum Fliegen nutzen. Thermisch ist zwar nichts mehr zu reißen, aber wenn der Wind zum Soaren passt...

Gestern am Dreiser Weiher zum Beispiel: Ich war um 19 Uhr dort, habe meinen Schirm ausgepackt, aufgezogen und bin losgeflogen. Der Nordwind war noch etwas turbulent, aber: Je später der Abend, desto gleichmäßiger die Luftströmung. Am Ende lag ich oben am Startplatz im Gras, ließ den Schirm über mir tänzeln (zum Soaren reichte es nicht mehr) und blinzelte in die untergehende Sonne. Eingepackt habe ich dann gegen 22 Uhr. Ein perfektes Chill out.

Heute könnte das übrigens auch funktionieren. Tagsüber ist der Wind wahrscheinlich zu stark, aber am Abend könnte er wieder soweit nachlassen, dass man nicht verblasen wird. Nur sollte man nicht schon um acht Uhr zu Hause sein müssen. Denn da fängt der Spaß erst richtig an.