Neuer Startplatz: Rosenberg

Seit wenigen Tagen gibt es in der Eifel einen neuen zugelassenen Flugberg: den Rosenberg bei Kobern-Gondorf an der Mosel. Im Januar haben die Drachen- und Gleitschirmfreunde Rhein-Mosel-Lahn (RML) den Startplatz bestens präpariert. Ab sofort darf dort geflogen werden. Startrichtung ist SW-S-SO, wobei von den Geländekonturen her S und SO für einen Soaringflug besser passen. Allerdings gelten für den Rosenberg strenge Auflagen, an die sich alle Piloten halten müssen, um das Gelände nicht gleich wieder zu gefährden. Denn vorerst gilt die Zulassung nur für ein Jahr - als Test, ob der Flugbetrieb mit dem Naturschutz (u.a. direkt angrenzendes FFH-Gebiet) vereinbar ist. (Foto: R. Böhm)



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Wichtigste Einschränkung: Es dürfen keine Pkw am Startplatz geparkt werden. Offizieller Parkplatz ist neben dem Landeplatz an der Mosel. Dann ist Walk&Fly angesagt. Der Aufweg dauert rund 30 bis 40 Minuten. Alternativ kann mit dem Taxi aufgefahren werden. Oder man fährt die Ausrüstung hoch, den Wagen wieder herunter, um dann mit weniger Gewicht nach oben zu laufen...

Vor dem ersten Flug am Rosenberg bedarf es einer Einweisung. Dafür reicht es aus, sich die Beschreibung samt aller Hinweise auf Paragliding365 genau durchzulesen (und sich daran zu halten!)

Ob der Rosenberg das erhoffte Potenzial besitzt, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Bei Probeflügen in den vergangenen Jahren erwies sich der Hang als durchaus thermisch und streckenflugtauglich. Der Rosenberg bildet eine Art Nase zwischen Moseltal und Hohesteinsbachtal, das westlich vom Rosenberg ins Moseltal mündet. Solche Rücken sind häufig typische Thermiktrigger.

Noch wenig Erfahrung gibt es mit den Strömungsverhältnissen am Hang: Wie mischt sich dort der Talwind mit dem überregionalen Wind? Ich vermute, dass zum guten Soaren die Windprognosen eher einen SO-Einschlag haben sollten, um den steilen Prallhang östlich des Starts gut nutzen zu können. Bei SW-Wind könnte diese Flanke zu einer Leitplanke für den Wind werden - mit entsprechender Schwierigkeit, den Landeplatz zu erreichen.

NACHTRAG vom 24.2.: Nach einem ersten Test am Rosenberg würde ich den vorangehenden Absatz nicht mehr gelten lassen. Auch bei SO-Einschlag des Windes entpuppt sich der Hang am Start schon als "Leitplanke", die nur noch wenig trägt. Mittlerweile gehe ich davon aus, dass am Rosenberg nur ein enges Windrichtungsfenster um S bis SSW einigermaßen gut funktioniert, um sich soarend halten zu können.
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