Ein kurioser Retterflug

Nach einem Retterwurf verfängt sich der Retter in den Leinen, wodurch der Gleitschirm aber wieder einen geordneten Flugzustand erreicht. Der Pilot landet sicher.

Der Blick zum Schirm mit dem Retter in den Leinen.
// Quelle: DHV-XC, T. Rosenstein 
Es geschah beim letzten Task der diesjährigen hessischen Landesmeisterschaften in Greifenburg: Ein Pilot verlor beim Einflug in eine heftige Thermik die Kontrolle über seinen Schirm. Frontstall, Klapperkaskade, Spirale, Sat. Der Pilot warf geistesgegenwärtig die Rettung, doch diese verfing sich, nur ansatzweise geöffnet, in den Leinen des Schirmes.

Immerhin bewirkte das bremsende Stoffpaket, dass die Sat-Rotation gestoppt wurde. Der Schirm flog anschließend wieder, wenn auch in einer sehr labilen Konfiguration.

Der Pilot plante anfangs eine gezielte Baumlandung. Doch beim Anflug der nächsten Kronen riss es den Schirm abermals in die Höhe. Etwas später legte er ein Ohr des Schirmes an und trat in den Beschleuniger. So war die Schirm-Retter-Konfiguration zumindest halbwegs stabil.

Zehn Minuten Abgleiter und eine sehr große Landevolte später erreichte das seltsame Gespann sicher den offiziellen Landeplatz. Der Pilot freute sich über die unverhoffte Unversehrtheit und nahm sich vor, an künftigen Wettbewerbe nur noch mit einem zweiten Retter teilzunehmen.

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3 Kommentare:

Armin Harich hat gesagt…

Ich habe schon oft gesehen, das wenn die Piloten die Bremsen loslassen um nach dem Retter zu greifen der Schirm wieder anfängt sich zu stabilisieren. Oft ist nämlich die Reaktion des panischen Piloten mit zu viel Bremse das Problem.

Hier wird es beim Sat wohl anders gewesen sein.

Alex hat gesagt…

Hi, sind bei Wettkämpfen nicht eh 2 Retter vorgeschrieben? Oder nur bei Zweileinern?

Lucian Haas hat gesagt…

Die Vorgabe mit den 2 Rettern gilt für FAI Kat1 Wettbewerbe, also WM und EM z.B.