Nummernpflicht Schweiz +++ Reacro +++ Adlerschutzzone +++ Airdesign Ronin Bi +++ Elevate +++ Ozone Vibe GT +++ Patagonien
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Die Kennzeichnungspflicht in der Schweiz gilt laut Rechtssprechung auch (wieder) für Gastpiloten. Das Nummernbeispiel hier ist übertrieben groß. // Foto: Lu-Glidz, bearbeitet
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+++ Wer in der
Schweiz mit dem Gleitschirm in die Luft geht, ist verpflichtet, dafür eine registrierte Nummer als Kennung im Schirm anzubringen. Diese
Nummernpflicht gilt neuerdings auch wieder
für ausländische Gäste. Zumindest hat der SHV dafür eine Art Empfehlung ausgesprochen. Zwar galt seit 2017 für ausländische Gastpiloten eigentlich eine Ausnahmeregelung von der Nummernpflicht. Doch in jüngster Zeit gab es nach Unfällen Gerichtsverfahren, bei denen auch für Ausländer Bußen wegen einer fehlenden Kennung im Gleitschirm verhängt wurden. Offenbar hat sich in der Interpretation der eigentlich unveränderten Verordnung zur Kennzeichnung durch manche Behörden in der Schweiz etwas geändert. Wer sich möglichen Ärger und Bußgelder ersparen möchte, sollte sich also für Flüge in der Schweiz eine Registrierungsnummer zuteilen lassen und in den Schirm kleben. Die nötige
Registrierung beim SHV, der die Nummern zuteilt, ist kostenfrei möglich.
Auf seiner Website
schreibt der SHV dazu: "
Gemäss den uns bekannten Fällen ist mit einer bedingten Geldstrafe (zu bezahlen im Wiederholungsfall), Verfahrenskosten und einem Strafregistereintrag zu rechnen. Gemäss den Erfahrungen des SHV ist die Wahrscheinlichkeit einer Busse sehr gering. Die uns bekannten Fälle standen immer im Zusammenhang mit einem Unfall. An offiziellen SHV-Wettbewerben ist wie bisher die besondere Wettkampfnummer für die Identifizierung der Pilotinnen und Piloten ausreichend."
Die Nummern, die in den Schirm geklebt werden, müssen mindestens 40 Zentimeter hoch und gut lesbar sein. Wer mehrere Schirme besitzt, muss sich nur einmal registrieren und kann in allen Schirmen die gleiche Nummer anbringen. Es gibt auch außerhalb der Schweiz Anbieter, bei denen man solche SHV-Klebesegel-Nummern bestellen kann. +++
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KI-Verfolgerkamera für Gleitschirme // Reacro
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+++ Der aus Estland stammende und in der Schweiz lebende Oleg Rozkov hat eine
automatische Verfolgerkamera für Gleitschirme entwickelt. Das System
Reacro bleibt am Boden stationiert und kann von dort einen einmal als Ziel ausgewählten Gleitschirm im Flug durchgängig tracken. Der Bildausschnitt samt dem 30-fachen Zoom der Kamera wird durch eine KI-unterstützte Software automatisch nachgeführt, und zwar so, dass der gesamte Gleitschirm bei Manövern möglichst gut sichtbar in der Bildmitte bleibt. Die Reacro-Kamera kann eingesetzt werden, um z.B. bei Acro-Wettbewerben oder SIV-Trainings das Geschehen zu filmen, ohne ständig einen eigenen Kameramann dafür beschäftigen zu müssen. Die Videos können live als Feed an ein gekoppeltes Smartphone oder über ein LTE-Modul auch direkt an einen Cloud-Speicher gesendet werden. +++
+++ Die Steinadler-Schutzzone im Geigelsteingebiet südlich der Kampenwand ist wieder aktiv, offiziell bis zum 26. Juli. Bitte beachten. +++
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Ronin Bi // Airdesign
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Airdesign hat von seiner neuen Single-Skin-Serie Ronin nun auch eine Tandemversion im Programm:
Ronin Bi. Der Schirm mit rund 32m² ausgelegter Fläche wiegt nur 2,6 kg. Die Kappe ist aus Dominico D10 genäht. An der Front gibt es eine staudruckgefüllte Nase mit einer Shark-Nose. Der Rest des Segels ist als Einfachsegel ausgeführt, wobei im Hinterflügel jeweils zwei Zellen zusammengefasst werden, um Leinenmeter zu sparen. Gegenüber dem Ufo Bi soll der Ronin Bi noch kompakter und etwas agiler sein sowie einen besseren Flare bieten. +++
+++ Advance will künftig auch Schirme speziell fürs Motorschirmfliegen auf den Markt bringen. Diese werden allerdings nicht unter dem Namen Advance verkauft, sondern unter einer eigenen Marke: Elevate (powered by Advance). Das erste Produkt, ein Intermediate Reflex-Paramotorschirm, soll im Sommer 2026 vorgestellt werden. Markenmanager für Elevate wird Niki Kurcz, der ab 2021 für eine Zeit lang auch mal Managing Director bei Nova war. +++
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Vibe GT // Ozone
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Ozone lanciert einen neuen Mid-B-Schirm. Der
Vibe GT ist mit einer ausgelegten Streckung von 5,45 und 55 Zellen zwischen den Low- und High-B Modellen Buzz und Rush positioniert. Man kann ihn als direkten Konkurrenten zu Schirmen wie Advance Theta ULS oder Niviuk Hiko sehen. Wie diese besitzt auch er einen Tragegurt mit Floating-B, der eine leichtgängige BC-Steuerung ermöglichen soll. Der Vibe GT weist eine betonte Kappen-Krümmung auf. Die dadurch erhöhte Rolligkeit wird durch Winglets wieder aufgefangen. Das Obersegel ist aus Dominico D20, das Untersegel aus Skytex 27 genäht. Das Schirmgewicht der Größe MS beträgt 4,3 kg. Insgesamt gibt es den Vibe GT in sechs Größen, die einen Gesamtgewichtsbereich von 55 bis 130 kg abdecken. +++
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Patagonien // Kris Holub
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+++ Als Anregung zum Träumen empfehle ich einen Blick auf zwei Flüge aus
Patagonien in Argentinien: Rund 345 km sind
Kris Holub und
Markos Rosenkjer dort gemeinsam geflogen, über sehr faszinierenden, einsamen Landschaften (s. Kris'
Fotos im Xcontest). Es lohnt sich, die Beschreibung zum Flug zu lesen, zeigt sie doch sehr anschaulich, wie man mit etwas Wetterglück, aber auch Meteo-Wissen, Abenteuerlust und einer Volbiv-Ausrüstung zu ganz besonderen Erlebnissen kommen kann. Der Schlüssel zum Erfolg lag darin, eine prognostizierte, großräumige Konvergenz-Linie zu suchen und zu finden. Die Basishöhen lagen dort bei über 4000 Metern (3000m AGL). +++
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