Aprilscherze +++ 101 Ways to Fly Better +++ Flow Mullet 2 +++ Kennzeichen Schweiz +++ Ozone Zig +++ Zillertal Battle

Die neue Luftpolizei in Annecy // Quelle: Cross Country

+++ Man fragt sich ja manchmal, warum? Aber gerade in der Gleitschirmszene scheint es seit Jahren einen Hang zu Aprilscherzen zu geben. Es geht darum, mit irgendwelchen abstrusen Entwicklungen von sich reden zu machen. Auch in 2026 ist die Liste der Ideen umfangreich. Vielleicht liegt das auch daran, dass sich heute vieles davon sehr einfach mit KI illustrieren lässt. Nachfolgend eine Aufzählung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Advance hat dem 1. April den Stick ULS präsentiert, einen zu 80% abbaubaren Karabiner aus Holz.
  • Airdesign hat den Bivy BoxR entwickelt, ein Sitzgurtzeug mit integriertem Campingstuhlgestell für das gemütlichere Parawaiting.
  • Von BGD kommt die Idee des Cure E: ein Schirm mit integrierten elektrischen Strahlantrieb.
  • Das Cross Country Magazine schreibt auf seiner Website, dass in diesem Sommer eine neu aufgestellte fliegende Polizei den Luftraum von Annecy überwachen wird, um bei Überfüllung störende Piloten aus dem Bart zu ziehen.
  • Kortel benennt sich um und heißt ab sofort angeblich Mortel – zu Ehren seines echten(!) neuen Chefs, Max Jeanpierre.
  • Little Cloud hat einen aufblasbaren Schirm entwickelt, bei dem ins Obersegel eine intelligente Pumpe integriert ist. Sie kann automatisch und blitzschnell den Innendruck an die Bedürfnisse anpassen. 
  • Niviuk ist ähnlich "kreativ" wie Airdesign und will den Piloten fürs Warten am Startplatz ein Gurtzeug-Sofa unterjubeln.
  • Phi hat angekündigt, wegen Sicherheitsbedenken die Entwicklung einer eigenen Serie von Parakites einzustellen.
  • UP hat mit seinem Tandem K2-5 einen besonderen Lasttest durchgeführt und an den Schirm die 12 Tonnen Kitkat-Riegel gehängt, die kürzlich in Italien mitsamt eines gesamten Lkw gestohlen wurden und nun im Ostergeschäft in den Supermärkten fehlen. +++

101 Ways to Fly Better
// Cross Country
+++ Alle weiteren Nachrichten sind keine April-Scherze! +++

+++ Das Buch „Paragliding 101 Ways to Fly Better“ ist kürzlich im Verlag von Cross Country erschienen (auf Englisch). Namhafte Piloten wie Bruce Goldsmith, Theo de Blic und Greg Hamerton vermitteln darin in 101 jeweils in sich abgeschlossenen Kapiteln viel Wissenswertes rund um alle möglichen Aspekte des Gleitschirmfliegens: von der Wahl der passenden Ausrüstung über Thermik-, Flachland-, Acro- und Gebirgsfliegen, SIV-Training, Sicherheitstipps und vieles mehr. Das Buch folgt einem ähnlichen Konzept wie der 2013 erschienene Titel "50 ways to fly better" von Bruce Goldsmith, ist aber rundum modernisiert und inhaltlich stark erweitert. Es kann zum Preis von 44 Euro im Shop von Cross Country bestellt werden. Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt auf Lu-Glidz noch eine ausführlichere Rezension veröffentlichen. +++ 

Mullet 2 // Flow

+++ Flow bringt eine neue Edition seines Parakites Mullet auf den Markt. Der Mullet 2 soll die Gene der Vorgänger Mullet und Mullet X in sich vereinen und mit seinem "effizienteren" Reflex-Profil bei gleicher Fläche etwas mehr Leistung bieten. Eine Besonderheit ist die Steuerung: Neben der klassischen Bremsleine gibt es eine Steuerleine, die direkt am Stabilo angreift. Durch gezieltes "Tip-Steering" wie bei Racing-Motorschirmen sollen Kurven bei Bedarf noch agiler geflogen werden können. +++ 

+++ Wie schon berichtet, gilt in der Schweiz auch für Piloten aus anderen Ländern die Pflicht, seinen Gleitschirm mit einer registrierten Nummer zu kennzeichnen. Durch eine Rechtsauskunft des BAZL wurde nun klargestellt: Wer auf seinem Schirm schon ein deutsches Kennzeichen á la D-N1234 hat (üblich z.B. bei Schirmen, die auch für den Motorflug eingesetzt werden), muss nicht mehr extra eine Schweizer Nummer beantragen. Eine solche deutsche Kennzeichnung ist auch in der Schweiz gültig, wenn die Schriftgröße von mindestens 40 cm eingehalten wird. Nachzulesen beim SHV. +++ 

Zig // Ozone
+++ Von Ozone gibt es ein neues Tandem-Pilotengurtzeug namens Zig. Das gibt es in zwei Größen und zudem anpassbarer Sitzlänge. Es wiegt rund 2 Kilogramm. Der Protektor ist aus offenzelligem Schaum. Über dem mit einem Reißverschluss gesicherten, rückwärtigen Rettercontainer sitzt ein angenehm geräumiges Gepäckfach. +++ 

+++ Wegen des erneuten Wintereinbruchs wurde der viel beachtete EN-B-Wettbewerb Zillertal Battle von Ende März auf den Ersatztermin am 11. und 12. April verschoben. +++