Chrigel Maurer vor Markus Anders und Lars Meerstetter – das sind die Gewinner der X-Pyr 2026. Die Liste der Finisher wird noch lang
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| Chrigel Maurer beim Endanflug zum Ziel am Mittelmeer. // Quelle: Chrigel Maurer, Instagram |
Allerdings kann man schon jetzt davon ausgehen, dass es eine Rekordzahl an Finishern geben wird. Mehr als die Hälfte des Feldes könnte es noch bis zum Mittelmeer schaffen.
Ermöglicht haben das die sehr guten Flugbedingungen während des schwierigsten Teils über die Zentralpyrenäen und ein hohes sportliches Niveau der Teilnehmenden. Vor allem an Tag 3 erreichten sie teilweise Basishöhen von über 4000 Metern und Flugzeiten von über neun Stunden.
Der Sieger der X-Pyr heißt einmal mehr und bereits zum fünften Mal: Chrigel Maurer. Er kam schon am Mittwoch nach rund drei Tagen und sieben Stunden ins Ziel – sogar fliegend (bis auf die letzten drei Kilometer).
Der Dominator
Chrigel dominierte das Feld vom ersten Tag an. Nur beim Sprint in der Gluthitze zum ersten Turnpoint, dem Berg Larún, ließ er noch anderen den Vortritt. In der Luft zeigte er dann, dass er der Meister des Timings, der Linienwahl und auch des Pokerns ist.
An Tag zwei glitt er zwischen zwei Regenzellen noch weit ins Tal von Castejón de Sos ab, während sein ärgster Verfolger Markus Anders und etliche weitere Piloten vor schwarzen Wolkenwänden abspiralen mussten. So sehr sich Markus auch später mit deutlich direkteren Routen bemühte, den Rückstand wettzumachen: Chrigel ritt seine Welle einfach elegant und ungefährdet bis zum Schluss.
Dritter hinter Markus Anders wurde Lars Meerstetter. Die weiteren Platzierungen können auf den offiziellen Seiten der X-Pyr, bei Burnair oder später auf der X-Pyr Sammelseite der Wikipedia nachgeschaut werden.
Manche werden sich vielleicht fragen, was aus den Gewinnern der letzten Edition und diesjährigen Co-Favoriten wie Simon Oberrauner und Christian Schugg geworden ist: Beide hatten am heißen ersten Tag der X-Pyr einen schlechten Start, fanden keinen Rhythmus und flogen anfangs dem Hauptfeld weit hinterher. Vor allem Simon Oberrauner fand aber noch zu seiner Klasse zurück, startete eine fliegerische Aufholjagd und schaffte es im Endklassement noch fast in die Top 10.
Tagesberichte und Statistiken
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| X-Pyr Statistik auf Burnair |
Und wer sich für Statistikanalysen des Rennverlaufes interessiert, der findet auf Burnair eine interessante Zusammenstellung. Oberhalb der Rangliste des Rennens gibt es einen Button mit drei Punkten. Dahinter verbirgt sich ein Menü, über das man nicht nur zu allen Tracks, sondern auch zu einem "Aktivitätsvergleich" gelangt. Hier kann man für jeden Teilnehmenden aufgeschlüsselt die Flug-, Wander- und Pausenzeiten aufrufen. Dabei lassen sich viele Details wie die längsten Flüge oder der Höhengewinn pro Stunde beim Wandern vergleichen.
Imposant bei dieser "Steig-Speed": Trotz der extremen Hitze in Spanien kamen alle Teilnehmenden auf über 500 Höhenmeter pro Stunde, der Durchschnitt sogar auf über 700 m/h. Justin Puthod, Spitzenreiter in dieser Kategorie, erreichte knapp 960 m/h.
Wer also darüber nachdenkt, an solchen Hike-and-Fly Rennen teilzunehmen, weiß jetzt ungefähr, wo da die läuferische Messlatte liegt.
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