Niviuk Peak 7 und Hook 7 +++ Deutsche Meister 2026 +++ Burnair Wetter +++ Checkcenter Label +++ Navigator Live-Höhenwind

Peak 7 // Quelle: Niviuk

+++ Niviuk hat für die kommende Saison eine Reihe neuer Schirmmodelle im Programm. Der Peak 7 ist ein Zweileiner mit 80 Zellen und einer ausgelegten Streckung von 6,9. Er wurde als EN-D zugelassen. Gegenüber seinen Vorgängern soll er etwas mehr Leistung im beschleunigten Flug bei etwas mehr Flugruhe besitzen. Dazu sollen auch die erstmals bei einem Peak eingesetzten Winglets am Obersegel dienen. Den Peak 7 gibt es in fünf Größen für einen Gesamt-Gewichtsbereich von 65 bis 125 kg.
Von der Schirmserie Hook kommt jetzt die siebte Version auf den Markt, als Hook 7 bzw. die Leichtversion davon als Hook 7P. Die Schirme haben 47 Zellen und eine Streckung von 5,1 und ebenfalls Winglets auf den Außenflügeln für höhere Rollstabilität. Interessant ist, dass die neuen Hook-Schirme nun als "High-A" und nicht mehr "Low-B" positioniert sind. Das zeigt auch die wachsende Bedeutung, die heute ein A+ im Marketing spielt. Neu sind auch die beim Hook 7 eingesetzten Stoffe. Sie heißen Hyperairtex-41 und Hyperairtex-36 und stammen von Dominico. Sie entsprechen einem Dokdo D30 bzw. Dokdo D20, sollen aber dank einer verbesserten Beschichtung bei gleichem Gewicht eine höhere Haltbarkeit aufweisen. Beim Hook 7P kommt hauptsächlich ein 29-Gramm-Tuch von Skytex zum Einsatz. Den Hook 7 gibt es in sechs Größen (55-135 kg), den Hook 7P in fünf Größen (55-119 kg). +++ 

+++ Bei der German Open in Bassano del Grappa wurde jüngst die Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Nach fünf Tasks standen die Deutschen Meister 2026 fest. Es sind Marc Wensauer und Celine Lorenz (Damenwertung). In der Gesamtwertung der Deutschen Liga, in die Ergebnisse aus sieben Wettbewerben eingeflossen sind, flogen Johannes Baumgarten, Samuel Tanner und Marc Wensauer aufs Podium. +++ 

Wind-Strömungslinien
// Burnair

+++ Burnair hat die Darstellung seiner Wetterprognosen für Basic- und Premium-Abonnenten überarbeitet. Anstatt im stündlichen Rhythmus zu springen, lässt sich die Wind- und Wolken-Entwicklung der nächsten fünf Tage nun auf einem Zeitstrahl kontinuierlich verfolgen und sogar wie in einer Art Wetterfilm abspielen. Das führt einem die Entwicklung mit möglichen Windsprüngen etc. besonders anschaulich vor Augen. Zusätzlich kann der Wind auch in Form von Strömungslinien dargestellt werden. Das hilft, lokale Strömungsmuster besser zu verstehen (s. Bildbeispiel: seichter Föhn im Wallis). Auch bei der Wolkendarstellung gibt es Neuerungen: Zoomt man weit genug in die Karten hinein, wird die lokale Wolkenbedeckung neben einem Symbol auch in Achtel angegeben, zusammen mit der Basishöhe (MSL und AGL). Liegen Teile des Geländes in den Wolken, werden diese Bereiche schraffiert dargestellt. Ragen wiederum Berggipfel aus den Wolken heraus (z.B. an Hochdruck-Nebeltagen im Herbst), wird auch das nun angezeigt. Burnair nennt diese Anzeige der Wolkentops im Verhältnis zum Gelände eine Weltneuheit. Die Wetterdaten beruhen auf den Modellen ICON-EU, ICON-D2 und ICON-CH1.
Wichtig zu wissen: Burnair liegen die Wetterdaten der Modelle auch weiterhin nur im Stundenabstand vor. Die Zwischenwerte in der animierten Darstellung werden interpoliert. Die Zwischenwerte erleichtern zwar das Nachvollziehen von Entwicklungen. Manche Windsprünge könnten in der Praxis jedoch auch mal heftiger bzw. kurzfristiger sein. Man sollte sich von der smoothen Darstellung nicht blenden lassen, d.h. Flugentscheidungen nicht in dem Technikglauben treffen: "Aber Burnair zeigt doch, dass die nächsten 20 Minuten noch ok sind..." +++

ParachecK // FFVL

+++ In Frankreich läuft derzeit eine Abstimmung unter den Mitgliedern des Verbands FFVL, ob Checkcenter für Gleitschirme künftig in regelmäßigen Abständen vom FFVL auf Einhaltung bestimmter Qualitätsstandards überprüft werden sollen. Die Checkcenter können dann das sogenannte ParachecK-Label erhalten. Schon heute gibt es in Frankreich eine ParachecK genannte Qualitäts-Charta für Ablauf und Dokumentation der technischen Prüfungen. Die Checkcenter können sich dieser Charta freiwillig mit einer Selbstverpflichtungserklärung anschließen. Ob sie die Regeln und Dokumentationsstandards einhalten, wird aber nicht extern kontrolliert. Mit der Einführung des ParachecK-Labels würde sich das ändern. In der Szene gibt es aber auch Gegenwind, u.a. weil sich durch eine solche Zertifizierung die Kosten für einen Check erhöhen würden. Der FFVL rechnet mit Mehrkosten von unter 5 Euro pro gechecktem Gleitschirm. +++ 

+++ Naviter hat in seine Flug-App Seeyou Navigator, die auch die Basis der Varios Oudie und Omni bildet, eine neue Funktion integriert. Neben der eigenen Livetracking Position kann man auch die beim Thermikkreisen ermittelten Windwerte übermitteln. Dann bekommt man die Live-Höhenwindwerte anderer Piloten in der Umgebung angezeigt. Das erlaubt Rückschlüsse, wie der Wind nicht nur auf der Höhe von Stationen am Boden weht, sondern auch weiter oben im freien Luftraum. Die dargestellten Höhenwindwerte werden in einem Zellenraster über alle Flughöhen hinweg gemittelt. Die Funktion steht im Navigator ab Version 3.12 zur Verfügung. Weitere Details sind im Blog von Naviter nachzulesen. +++