Flugwetter Wochenende 25.08.07

Kurzfassung

Ein weitgehend sonniges und flugtaugliches Wochenende. Samstag schwacher Wind aus W-NW, Sonntag auffrischend aus NW. Freitag nachmittag fliegbar bei sehr schwachwindigen Bedingungen aus W (eher umlaufend).

Wetterlage


(Grafik: wetter3)
Ein Hoch über dem Atlantik westlich der britischen Inseln streckt seine Fühler bis über Mitteleuropa aus, schafft es aber nicht, sich weiter nach Osten vorzurobben. Ein kräftiges Tief über Skandinavien hält dort sicher die Stellung. So befinden sich der Großraum Eifel bis hin zu den Alpen in einer Randlage des Hochs, mit recht geringen Luftdruckgegensätzen. Entsprechend schwach weht der überregionale Wind. Durch die Randlage ist auch die Absinkbewegung der Luft nicht so stark ausgeprägt, es bildet sich keine massive Absinkinversion aus. Die Luftschichtung ist noch einigermaßen labil und kann am Freitag lokal noch zu so aufschießenden Wolken führen, dass es kleinere Schauer geben könnte. Das Wochenende ist dann ziemlich sicher trocken mit recht lockerer Bewölkung.

Samstag


(Grafik: windfinder)
Der Samstag ist nach Auflösung schwacher Hochnebelfelder sonnig und trocken. Die Temperaturen steigen mal wieder auf sommerliche Werte von 25°C. Der Wind weht schwach aus West (~10 kmh, in thermischen Böen auch mehr) und dreht im Tagesverlauf auf NW. Der thermische Gradient ist gut, die Basis der 1-2/8-Bewölkung um 1500m, am Nachmittag über der Eifel vielleicht auch drüber. Höhenwinde ebenfalls W-NW mit 15 kmh.

Sonntag


(Grafik: Windfinder)
Am Sonntag geht das sonnige Wetter weiter. Der Wind dreht langsam weiter auf NW und frischt im Tagesverlauf am Nachmittag etwas auf (~15 kmh), v.a. aber in der Höhe, was die Böigkeit etwas verstärkt. Thermische Bedingungen ähnlich wie am Samstag, wahrscheinlich mit etwas niedrigerer Basis.

Flugprognosen für den Großraum Eifel

Das ganze Wochenende ist fliegbar, aber ohne Hammerbedingungen.
Am Samstag wäre bei dem schwachen W-Wind der Windenstart zu bevorzugen, zumal die wenigen Westgelände häufig erst später am Nachmittag aktiv werden (um in eine Blase zu starten und aufzudrehen). Von den DGC-Geländen wäre allein der Haardskopf einen Versuch wert (in der Hoffnung, dass der Nordeinschlag am Nachmittag nicht zu stark ist wg. Verwirbelung am Startplatz). Alternativ gibt es noch den Großen Kopf im Westerwald. Wer es schafft, zum rechten Zeitpunkt in die Blase zu starten und aufzudrehen, hat an diesem Tag auch mittleres Streckenpotenzial. Moschis werden ihre Freude haben.
Der Sonntag steht vom Wind zwar etwas besser, von der Geländeauswahl aber eher schlechter da. Wohin zum Fliegen bei NW? Großer Kopf oder Sassenroth sind mögliche Optionen. Vielleicht ruckelt sich das Hoch ja noch etwas anders zurecht. Aktuelle Windprognosen checken!

Anderswo fliegen


Vogesen, Schwarzwald und Alpen sind ebenso eine interessante Option. V.a. am Sonntag sollte in den inneralpinen Rennstrecken in Fiesch, Pinzgau, Kärnten einiges möglich sein.

Weitere Aussichten


Der Sommer währt nur kurz. Schon ab Montag zieht das Hoch seine Zunge wieder gen Westen zurück. Es bleibt eine nördliche Strömung, die eher kühle Luft zu uns bringt. Zur Wochenmitte muss wieder mit Regen und recht herbstlichen Temperaturen gerechnet werden. Brrrr.

Hinweis:
Bitte nutzt die Kommentarfunktion des lu-glidz-Blogs, um nach dem Wochenende kurz Eure Erfahrungen zu posten. War das Wetter so wie die Vorhersage? Wo ging etwas, wo nichts?
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4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo,
gestern, Freitag, 24.08. war ich zusammen mit Kai in Bremm. Nach einer ca. einstündigen Abschattung tat sich ein großes blaues Loch auf und die Sonne brezelte im Calmont, so dass ich gegen 15:15 Uhr startete und sofort gut überhöhen konnte. Da sich die Wolken um mich herum jedoch - für meine Verhältnisse - zu sehr "entwickelten" und die Basis der mich nach oben ziehenden Wolke über dem Startplatz immer dunkler wurde, ging ich zunächst Richtung Neef auf Distanz und entschied mich später dann auch, landen zu gehen. Wie sich kurz darauf zeigte, fielen die Wolken relativ schnell in sich zusammen und zwei Stunden später waren fast nur noch Wolkenfetzen zu sehen. Dennoch bereue ich meine Entscheidung nicht. Es war dennoch schön. Und wieder einmal zeigt es sich in Bremm: Umlaufende bzw. schwache Winde hindern einen nicht daran, in Bremm aufdrehen zu können! Grüße Ralf Böhm

Lucian Haas hat gesagt…

Samstag war bei Blauthermik ein Deckel über Himmighofen bei 700-1000m. Im Norden und Süden schönste Thermikwolken. Hier der Himmighofen-Bericht

Anonym hat gesagt…

Am Sonntag ging bei minimalem Westwind der Krausberg. Konnte von 10:30 bis 14:00 drei verlängerte Abgleiter nach problemlosen Vorwärtsstarts durchführen. Beim letzten Start durch Thermik bereits nach einem Drittel des Skihanges über orangeblauem Windsack. Keine Probleme mit Leeverwirbelungen. Stressfreie Landeanflüge innerhalb der Flutlichtmasten trotz der Thermik. Endanflug vom Tennisplatz zum Clubhaus. PS: http://lu-glidz.blogspot.com/2007/08/lock-out.html sehr eindrucksvoll. In diesem Zusammenhang Warnung vor Kfz-Schlepp, was ich erst kürzlich wieder gesehen habe ...
Danke Lucian für deine tolle Arbeit !
tg

Anonym hat gesagt…

Nachtrag: Am Freitag wäre sicher Finkenberg oder Haardskopf für Start- und Landeübungen gegangen, aber da habe ich mich in Ruppichteroth-Honscheid verquatscht, wo drei frustrierte Tütenflieger das Abgleiten eines Drachenfliegers nach Hennef-Bülgenauel beobachteten. Die Sieg hatte sich wieder ausreichend zurückgezogen. tg