Eifel-Flugwetter 16.01.10

Kurzfassung

Starker SO-Wind am Samstag mit Warmfrontaufzug. Sonntag Wind aus West bei zähem Hochnebel.

Wetterlage
+ Flugoptionen

(Grafik: wetter3)
Das Hoch über Russland ist sehr stabil und bleibt auch die kommende Woche ortsfest bestehen, dehnt sich teils noch etwas nach Westen aus. Die Eifel liegt allerdings stets in den Randgebieten und bekommt so kein knackig-strahlendes, trockenes Stahlblau am Himmel geboten, sondern nur die Grüße der über dem Atlantik festsitzenden Tiefs. Das bedeutet meist, dass feuchte Luft auf die am Boden liegende Kaltluft aufgleitet und zähen Hochnebel bildet. Samstag ist da mal so ein bisschen die Ausnahme, zumindest für einen halben Tag. Da darf die Sonne schon locken, bevor im Tagesverlauf sich der Aufzug der Ausläufer eine Warmfront bemerkbar macht. Die Wolken werden wieder dichter und nachts kann es sogar regnen. Achtung: Wenn der regen auf den kalten Boden trifft, herrscht große Glatteisgefahr.

Aber hier geht es ja eigentlich ums Flugwetter am Tag. Also: Am Samstag weht der Wind recht kräftig mit 20 kmh aus SO. Im Tagesverlauf kann er deutlich zunehmen und örtlich sportlich bis unfliegbar werden. Diese Prognose ist aber sehr unsicher. Wir haben eine sehr niedrige und kräftige Inversion auf 500-700m liegen. Sie kann örtlich für unberechenbare Düseneffekte sorgen (s. meinen früheren Post: Die Crux mit dem Winterwind). Wo man sicher fliegen kann, ist nur durch probieren zu erfahren. Und selbst wenn es irgendwo geht, sollte man immer auf plötzliche Windsprünge gefasst sein. Mögliche Fluggebiete rund um die Eifel sind Hönningen, Lasserg, Boppard (bei mehr Ost), Bausenberg (bei eher Süd), Zeltingen.

Am Sonntag dann dreht der Wind auf West. Nach Durchzug der Front bleibt uns zäher Hochnebel erhalten. Ob das zum Fliegen an Westhängen wie Haardskopf oder Rivenich taugt, darf wieder vor Ort entschieden werden.

Hinweis: Bitte nutzt die Kommentarfunktion des lu-glidz-Blogs, um nach dem Wochenende kurz Eure Erfahrungen zu posten. War das Wetter so wie die Vorhersage? Wo ging etwas, wo nichts?
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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Lucian,

zunächst wünsche ich Dir noch ein gesundes Neues.

Ja, wir haben es in Lasserg probiert und es hat tatsächlich funktioniert.
Als ich gegen 13 Uhr ankam war ein Drachenflieger in der Luft, der seinen Spaß hatte. Sonst niemand, weder in der Luft noch am Boden. Also kurz die Lage gepeilt und mich zunächst mal für`s Groundhandling entschieden. Das war auch gut so, denn es hat mich bei böigen Bedingungen immer wieder ordentlich in die Höhe gehoben . Im Trimm hatte ich kaum Vorwärtsfahrt. Kalt war es mir bei dem Hin und Her dann auch nicht mehr. Der Schnee war nicht mehr matschig, somit blieb er auch nicht kleben und fiel immer wieder schön ab. Nachdem der Wind dann etwas nachgab tauchte Achim auf und wir konnten gemeinsam noch wunderbar soaren. Beim Soaren ging es dann über der Burg Bischofstein bis auf 180 m ü. SP.
Fazit: Ein gelungener Start ins neue Fliegerjahr.

Gruß

Erik

winDfried hat gesagt…

Hihi,
und wer war mal wieder dieser Drachenflieger ? ;)
Sein Bericht ist hier
http://www.abschweb.de/fleunde/windfried/bischofstein.htm
nachzulesen.
Fliegergrüße, W.