Das etwas andere Fiesch-Dreieck

Chrigels ungewöhnliche Routenwahl // Bild: xcontest.org
In Fiesch (Schweiz) werden immer wieder FAI-Dreiecke über mehr als 200 km geflogen. Diese folgen allerdings fast alle einer klassischen Route: Das Goms rauf und runter, ein Abstecher nach Westen und schließlich einen Schenkel nach Süden. Das ist quasi schon Standard. Doch es geht auch anders: Chrigel Maurer hat gestern mit einem Ozone Enzo eine ungewöhnlich gedrehte Route aus dem Hut gezaubert. Anstatt eine Dreieckspitze nach Süden zu legen, flog er weit in den Norden, bis in die Schweizer "Voralpen", um wieder umzukehren, das Dreieck gemäß der 20%-Regel zu schließen und dann gemütlich zum Abendessen noch nach Hause zu fliegen. Dieser Flug zeigt einmal mehr die besondere Klasse Chrigels.

Interessant ist, dass an dem gleichen Tag noch ein anderer Schweizer Pilot, Michael Müller, ebenfalls ein großes Fiesch-Dreieck flog - auf der klassischen Südroute. Müller gilt in der Schweizer Szene ebenso als Schirm-Husar, der immer wieder mit spektakulären Flügen für Aufsehen sorgt. Auch in diesem Fall konnte er das Dreieck nur mit einem Kunststück schließen: Nach einem Talsprung kam er mit seinem Uturn Blacklight ungewöhnlich tief, grub sich aber geschickt wieder aus, gewann 2000 Höhenmeter und setzte den Flug erfolgreich fort.
Share on Google Plus