Auch Italien sperrt Gleitschirmflieger am Mont Blanc aus

Nichts mehr mit Pilotenparty auf dem Mont Blanc.

Die französische (rot) und die neue italienische (gelb) Flugverbotszone
für Gleitschirm- und Drachenflieger rund um den Mont Blanc.
// Quelle: Club de Sports Megève
2012 im August waren noch knapp 50 Gleitschirmflieger auf dem höchsten Berg der Alpen gelandet und wieder gestartet. Um eine französische Flugverbotszone zu umgehen, waren viele von ihnen über die italienische Seite des Bergmassivs aufgesoart. Doch das ist jetzt nicht mehr möglich.

Die italienischen Behörden habe eine NOTAM erlassen, die das Gleitschirmfliegen auch über dem italienischen Teil des Mont Blanc verbietet. Das Verbot gilt bis einschließlich 12. Oktober, umfasst also die gesamte Thermikzeit des Sommers. Die Sperrzone schließt sich direkt an eine schon seit 2008 von französischer Seite jeden Sommer (1.7.-31.8.) ausgerufene Flugverbotszone an. Der Mont Blanc kann jetzt in dieser Zeit nur noch zu Fuß bestiegen werden.

Kürzlich erst waren drei erfahrene Gleitschirmpiloten bei Flügen vom Mont Blanc ums Leben gekommen. Die Such- und Rettungsflüge mit Helikoptern waren dabei zum Teil durch andere Gleitschirmpiloten in der Luft stark behindert worden. Die darauf folgenden Sicherheitsdiskussionen haben offenbar zur Entscheidung der Italiener beigetragen, auch ihrerseits eine Flugverbotszone einzurichten. Der Mont Blanc gilt wegen unberechenbarer Windsysteme als sehr tückisch.
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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Somit scheidet der Mont Blanc wohl bei den X-Alps 2017 definitv als Wendepunkt aus. Schade.

Lucian Haas hat gesagt…

Der MtBlanc kann auch weiterhin Wendepunkt bleiben. Bisher galt immer nur: Der Mt Blanc muss nördlich umflogen werden. Das könnte auch in Zukunft so gelten. Allerdings stellen dann die südlichen Streckenvarianten über Italien bis zum MtBlanc dann keine vorteilhafte Alternative mehr dar, weil man das Gebiet großräumiger umfliegen muss.