Gurtschließen-Debakel (7): Feilen als Abhilfe

Finsterwalder hat den Gurtzeugherstellern eine Anleitung zur Überarbeitung abgenutzter TL-und CL-Schließen gegeben. Selbst feilen wäre laut deutschem Luftrecht aber nicht legal. 

Finsterwalders Feil-Anleitung für T-Lock und Click-Lock Schließen.
// Grafik: Finsterwalder
In die Diskussion um die Sicherheitsmitteilung und das darauf bezogene Flugverbot für ältere Gurtzeuge mit T-Lock und Click-Lock-Schließen kommt Bewegung: Finsterwalder hat eine offizielle Anweisung erstellt, wie die Verschlussstücke der betroffenen Schließen mit einer Feile überarbeitet werden müssen, damit sie von den Herstellern wieder als lufttüchtig eingestuft werden können.

Die nötige Arbeit erscheint relativ einfach: Die pilzförmigen Verschlussköpfe müssen an der Unterseite etwas zurechtgefeilt werden, sodass ein leichte Pfeilform von 2 bis 3° entsteht. Das soll ein ungewolltes Öffnen verhindern können.

Eine entsprechend bearbeitete Schließe genießt danach allerdings keine uneingeschränkte Nutzungsdauer. Vielmehr verlängert sich die von Finsterwalder noch erlaubte Nutzung nur um weitere vier Jahre und auf maximal zehn Jahre. Die im früheren Post "Gurtschließen-Debakel (6): Voll auf die 10" beschriebene Problematik, dass viele ältere Gurtzeuge damit schon heute dauerhaft gegroundet wären, bleibt also bestehen.

Seine Bearbeitungsvorschrift hat Finsterwalder auch frei zugänglich ins Netz gestellt, sodass theoretisch jeder, der seine Feilkünste für gut genug hielte, diese auch umsetzen könnte. Allerdings gilt, zumindest für Piloten in Deutschland, eine rechtliche Einschränkung: Die Lufttüchtigkeit eines Gurtzeuges muss vom Hersteller oder einem von ihm beauftragten Betrieb bestätigt werden. Die Do-it-yourself-Variante wäre demnach vielleicht genauso sicher, aber eben nicht legal.

Im weiteren Vorgehen müssen nun die Gurtzeughersteller entscheiden, wie sie die Bearbeitungsvorschrift umsetzen und welche Lösung sie ihren Kunden anbieten wollen. Hierzu sind in den nächsten Tagen entsprechende Mitteilungen der Firmen zu erwarten.

Finsterwalder selbst bietet an, die Schließen nicht nur bei eigenen Gurtzeugen der Marke Charly, sondern auch bei Fremdfabrikaten zu überarbeiten. Voraussetzung wäre allerdings, um dem Luftrecht zu genügen, dass die Hersteller ihrerseits Finsterwalder autorisieren, diese Arbeiten durchzuführen. Für Fremdfabrikate will Finsterwalder dabei 38 Euro inklusive Rückversand berechnen.

Hinweis: Alle Beiträge zum Gurtschließen-Debakel zum nachlesen.

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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

TomTom,
DAS IST ECHT DER GIPFEL DER UVERSCHÄMTHEIT
Jetzt verlangt dieser Schaumschläger von Finsterwalder auch noch Geld für den Murks den er mit seinem Billigmaterial bei den Schließen angerichtet hat.(wären bei Produktion max. 10,- Euro pro Gurtzeug mehr gewesen - siehe unten AustiAlpin Schließen)
Dazu jetzt nochmal Geld, für einen weiteren Murks nämlich abfeilen, da fällt mir nicht´s aber auch gar nichts mehr dazu ein.
Die fast baugleiche Schließe - Cobra von AustiAlpin- "wenn richtig vernietet" hat diese Probleme nicht - Ich werde mir diesen Müll von Herrn Finsterwalder nicht mehr anhören wie schon angekündigt werde Ich gegen den Hersteller Fa. Finsterwalder klagen, werden wir ja sehen ob ein Gericht auch so sieht von wegen Lernkurve und technischer Fortschritt - schade dass die GmbH nur begrenzt haften muss und der Inhaber nicht sofort 1. Geistige- und 2. Privat- Insolvenz anmelden muss.
Für wie blöd hält die Verbrauche Herr Finsterwalder eigentlich?
Hier Bilder zur Cobra Schließe für 7 US - Dollar:
http://www.austrialpin.net/products/cobra/Cobraaccessories.ASP
oder z.B. als "Army Proof":
http://www.body-armour-protection.co.uk/images/D/Austrialpin-Cobra-Buckle-45MM-Tan-800-1.jpg
und
http://www.austrialpin.net/products/cobra/Retailorders.asp
und
http://www.austrialpin.at/cobra-buckles/cobra-compact.aspx
http://www.austrialpin.net/products/cobra/Cobraaccessories.ASP

Anonym hat gesagt…

. . . eine technische Zeichnung auf der weder Ersteller, noch Datum, noch geprüft, noch Hersteller/Lieferant, noch Material, noch Rauthiefe, Toleranzen usw. im Zeichenkopf eingetragen ist,
mit der kann Man(n) / Frau sich getrost den Hintern abwischen - diese
- - - - - - - INKOMPETENZ - - - - - - -
ist schlicht unglaublich ! ! ! Luftfahrttechnischer Betrieb bestimmt von "DHV´s Gnaden" Dass ich nicht lache, diese Firma Finsterwalder dürfte bei Eurocopter
oder Airbus nicht mal das Klo wischen ! ! !
TomTom