WM 2017: Frankreich räumt ab

Bei der Gleitschirm-WM 2017 haben französische Piloten die Einzel-, Frauen- und Nationenwertung gewonnen. Ex-Weltmeister Deutschland schafft es auf Platz 18. 

Neuer Weltmeister 2017: Pierre Remy aus Frankreich.
// Quelle: Monteavena2017.org
Pierre Remy heißt der neue Gleitschirm-Weltmeister 2017. Der Franzose, Konstrukteur der Marke Nervures (im Wettbewerb aber mit einem Enzo 3 unterwegs), hatte zwischenzeitlich schon immer wieder in Führung gelegen und behielt auch im letzten Task die Nerven. Bei den Frauen setzte sich die für Frankreich fliegende Japanerin Seiko Fukuoka Naville mit deutlichem Vorsprung an die Spitze. Die Nationenwertung ging, ebenso mit gutem Vorsprung, an Frankreich.

Hier die Ergebnisse der jeweiligen Wertungen, unter Nennung der jeweils bestplatzierten Piloten deutschsprachiger Länder:

Overall:
1. Pierre Remy (FRA)
2. Guy Anderson (GBR)
3. Honorin Hamard (FRA)
7. Alexander Schalber (AUT)
16. Adrian Hachen (SUI)
30. Torsten Siegel (GER)

Frauen:
1. Seiko Fukuoka Naville (FRA/JAP)
2. Kari Elis (AUS)
3. Silvia Buzzi Ferraris (ITA)
4. Emanuelle Zufferey (SUI)
10. Yvonne Dathe (GER)

Nationen:
1. Frankreich
2. Slowenien
3. Schweiz
12. Österreich
18. Deutschland

Die WM kann mit 10 von 11 geflogenen und gewerteten Tasks als sehr erfolgreich gelten. Dennoch stellte das Wetter die Piloten immer wieder vor Herausforderungen. Unten heraus sehr stabil, nach oben allerdings häufig recht labil - so waren die Verhältnisse an vielen Tagen. Das verlangte häufig gutes Taktieren, Umschalten zwischen Race- und Überlebensmodus etc. Viele Piloten hatten mit diesen Meteo-Launen ihre Schwierigkeiten.

Die deutsche Mannschaft kann dafür als gutes (Negativ-)Beispiel dienen. Mit hohen Erwartungen als amtierender Weltmeister nach Feltre gereist, wuchsen schnell die Selbstzweifel, weil ständig ein Großteil der Mannschaft früh am Boden stand. Einzig Task 9 diente als Seelentröster, als Deutschland mit Pepe Malecki, Torsten Siegel und Marc Wensauer gleich das komplette Tagespodium stellte. Am Ende kam Deutschland dennoch nur auf den enttäuschenden Platz 18.

Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet die nächste EM 2018 in Portugal oder die WM 2019 in Mazedonien.


Wer sich weiter über einzelne Tasks und die Berichte der Mannschaften darüber informieren will, hier die wichtigsten Links:

Vom Veranstalter:
Homepage | Airtribune | Pilotenliste | Facebook | Ergebnisse

Livetracking:
Livetrack24 | Airtribune | Flymaster

Teamberichte:Deutschland | Schweiz | Österreich

Medien:
DHV-TV | Tagboard (Sammlung von Facebook, Twitter und Instagram-Posts)



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1 Kommentare:

Ralf hat gesagt…

Wenn ein Verband auf Spitzensport scheißt und sein Geld lieber in Windkraftanlagenvideos ballert, muss er sich halt mit einem hinteren Platz begnügen. Is halt so.