X-Alps 2017: Der Start

Für die Redbull X-Alps 2017 fällt heute der Startschuss in Salzburg. Das als regnerisch zu erwartende Wetter dürfte erst einmal den besseren Läufern zugute kommen.
Die Route der X-Alps 2017. // Quelle: Redbull Content Pool

Die Redbull X-Alps gelten als das härteste Rennen der Gleitschirmwelt, und diese Einschätzung könnte sich 2017 einmal mehr beweisen. Die Wetteraussichten für die nächsten Tage und sogar bis zum Ende der Vorhersageperiode sehen entlang der Route aus heutiger Sicht eher labil und durchwachsen aus. Das könnte bedeuten, dass die Teilnehmer des öfteren längere Strecken zu Fuß zurücklegen und mit Kurzflügen zwischen Regenschauern werden taktieren müssen.

Wichtiges Accessoire für die nächsten Tage?
Manuel Nübel hat einen Regenschirm, den
er sich an den Rucksack clippen kann.
// Quelle: Facebook, Manuel Nübel
Im Regen zu Laufen ist kein Spaß. Nasse Füße bedeuten erhöhte Blasengefahr, ausgekühlte Muskeln verhärten schneller, ein ungeschmeidiger Schritt geht auf die Gelenke. Sollten diese Bedingungen anhalten, könnten auch Favoriten solchen Härten Tribut zollen müssen. Mit anderen Worten: Es wird spannend. Zumal das Teilnehmerfeld in diesem Jahr als besonders hochkarätig gilt.

"Alle Teams machen in diesem Jahr einen professionelleren Eindruck", hat auch Top-Favorit Chrigel Maurer beobachtet. Viele haben körperlich hart trainiert, aber auch im Vorfeld viel Zeit in Routenchecks investiert. Die Ausrüstung wurde weiter gewichtsoptimiert. Zudem sind die Support-Teams gewachsen und spezialisiert. Chrigel zum Beispiel unterhält in der Schweiz ein "Back-Office", wo Supporter am Bildschirm mit Topo-Karten die jeweils aktuell besten Laufrouten ermitteln sollen, damit er sich noch stärker auf das eigentliche Rennen konzentrieren kann.

Die meisten Zuschauer werden die X-Alps nicht an der Strecke, sondern per Live-Tracking am Rechner verfolgen. Das Livetracking startet am 2. Juli offiziell um 11.30 Uhr. Zwischen 22.30 und 5 Uhr herrscht jeweils Nachtruhe. Während den anderen Zeiten kann man die Athleten entweder in Form kleiner Läufersymbole und als aufgespannten Gleitschirm über die Karten ziehen sehen.

In der medialen Aufbereitung der X-Alps bekommen die Teams in diesem Jahr eine noch größere Bedeutung. Alle sind angehalten, täglich Bilder, Videos und Berichte auf ihren Social-Media-Seiten hochzuladen. Schon beim Prolog am Donnerstag war zu beobachten, dass viele Teilnehmer immer wieder mit Facebook Live-Videos experimentierten. Das könnte einer der Haupt-Kommunikationskanäle werden. Die Veranstalter selbst planen jeweils morgens und abends Live-Schaltungen auf Facebook.

Lu-Glidz wird das Rennen auch verfolgen. Allerdings sind keine täglichen Zusammenfassungen des Rennverlaufs geplant. Ich werde nur dann und wann Entwicklungen und Ereignisse aufgreifen, wenn sie mir interessant genug erscheinen.

Wer sich intensiver mit den X-Alps beschäftigen möchte, der sollte sich folgende Links bookmarken:


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2 Kommentare:

Thomas hat gesagt…

Einen großen Rückschritt finde ich dieses Jahr die beim Live Tracking fehlende 3D Ansicht. Dabei geht viel direkte Information zum aktuellen Renngeschehen und das Mitten-Drin-Gefühl verloren. Ist mir unverständlich, wieso bei einem so großen Flug-Wettbewerb ohne Not auf die dritte Dimension verzichtet wird. Schade, macht so irgendwie etwas weniger Spaß, das Rennen zu verfolgen.

Anonym hat gesagt…

ich finde das Livetracking diesmal auch nicht gut, es fehlt mir die Auswahl der Tracklänge und auch die Ansicht ob geflogen oder gegangen wurde und natürlich auch die 3D Ansicht. Auch die Berichte auf Redbull Facebook LIVE sind nicht anzuschauen, die sollten sich sich am Paul ein Beispiel nehmen ;-) https://www.youtube.com/watch?v=IqthZcZVXEY

Gruß Alex