Auf Rekordjagd

An verschiedenen Stellen des Globus ist wieder das Rekordfieber ausgebrochen. Zum Beispiel Brasilien, Chile und Indien. 

Sebastian Huber schwer eingemummelt über dem Himalaya.
// Quelle: Facebook
Stefan Bocks (Boxi) und Sebastian (Basti) Huber fliegen derzeit den Himalaya entlang. Wenn ihr Plan aufgeht, wollen sie es innerhalb von sechs Wochen von Ladakh in Indien bis nach Pokhara in Nepal schaffen. Es wäre eine Strecke von rund 1200 km und damit eines der längsten Hike-and-Fly-Abenteuer der Gleitschirmgeschichte. Auf jeden Fall ist es eines der wildesten. Bei einem der Flüge stiegen die beiden schon auf über 7000m MSL. Wer mehr über das Projekt erfahren will, kann die Berichte auf dem Blog von Boxi lesen und die aktuelle Position im Livetracking verfolgen.


Jenseits der 500er Marke
Derweil versucht eine Gruppe von Schweizer Piloten den aktuell bei 572 km liegenden Streckenweltrekord in Brasilien zu brechen. Zumindest die 500er Marke haben sie schon geknackt. Chrigel Maurer flog am 14. Oktober auf 515 km, das ist neuer Schweizer Rekord. Um tatsächlich die Weltrekordmarke überbieten zu können, hoffen die Piloten aber in den nächsten Tagen auf mehr Wind. Sie wollen sogar strategisch denkend windschwache Flüge lieber früher abbrechen, um die Chance auf einen Neustart direkt am folgenden Tag zu haben. Bei einer Rückholung von mehr als 400 km ist ein weiterer Flug am nächsten Tag kaum möglich. Auch von dieser Pilotengruppe gibt es ein Livetracking.


Längster Out-and-Return in Chile
Beim Rückflug nach Iquique an der chilenischen
Küste. // Quelle: XContest, J. Wieczorek
Chiles Küste lockt Piloten für eine andere Disziplin: das Streckensoaring. Hier hat der Pole Jaroslaw Wieczorek jetzt ein besonderes Kunststück vollbracht. Von Iquique aus flog er erst weit in den Süden und dann die gleiche Strecke wieder nach Norden. Am Ende hatte er 177 km auf der Uhr. Das ist out-and-return-Rekord in Chile.

Das Besondere an diesem Flug ist, dass er nur bei ganz bestimmten Windbedingungen gelingen kann. Jaroslaw hat nach nach eigenen Angaben sehr lange darauf gewartet. Normalerweise erlauben die Küstenwinde im Tagesverlauf nur ausgedehnte one-way-Flüge, typischerweise von Süd nach Nord.




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