Der Schatten der X-Rennen

Hike-and-Fly-Wettbewerbe boomen und gelten als attraktiv. Doch die körperliche Schinderei geht an den Athleten nicht spurlos vorüber. Die X-Pyr 2018 leiden schon im Vorfeld darunter.

Die Liste der Absagen für die X-Pyr wird länger.
// Quelle: X-Pyr, bearbeitet
Da waren es nur noch 36 statt 40 Teams...

Ferdinand Vogel hat seine Teilnahme an den X-Pyr 2018 abgesagt, die am kommenden Sonntag starten. Der Grund: Seit dem Bordairrace bei Graz Ende Mai plagt ihn eine schmerzhafte Entzündung im Fuß, offenbar die Folge einer Überlastung beim Laufen. Jetzt wolle er erst einmal alles Ausheilen lassen und sein Training optimieren, um solche Probleme in Zukunft zu vermeiden, verkündete er.

Ferdinand Vogel ist der jüngste Fall einer Serie von Absagen bei den X-Pyr. Auch Isidor Fink (private Gründe), Ben Abruzzo (Gleitschirmunfall) und nicht zuletzt einer der Favoriten, Aaron Durogati, sind schon vor dem Start ausgeschieden.

Durogati ist ein tragisches Beispiel dafür, wie die extrem hohen Belastungen von Hike-and-Fly-Rennen einen Körper stärker fordern können, als gesund ist. Der Italiener gilt zwar als sehr fit und bestens trainiert. Doch bei den X-Alps 2017 war er beim Prolog den Berg fast übermotiviert hinab ins Ziel gerannt. Beim eigentlichen Rennen hatte er schon bald mit Knieproblemen zu kämpfen, die ihn zum Aufgeben zwangen. Seither sind die Probleme immer wieder aufgebrochen. Anfang Mai musste Durogati das Salewa Ironfly-Rennen absagen, obwohl er dort als von Salewa gesponsorter Athlet eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte. Mittlerweile unterzog er sich sogar einer Knie-Operation, in der Hoffnung, zumindest für die X-Alps 2019 wieder ganz fit zu sein.

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1 Kommentare:

Matthias Wehrle hat gesagt…

Das ist halt der Tribut an einseitige Belastungen. Früher war ich bei vielen Läufen von 10 km bis Ultramarathon und Bergläufen (6-7 Tage die Woche Training).

Heute betreibe ich Triathlon und ab und zu auch mal noch Hike&Fly. Die Abwechslung mehrer Sportarten ist wesentlich schonender und sorgt für eine gute Allgemein-Fitness. Beim Triathlon kann ich mehr trainieren und habe keine Überlastungserscheinungen. Gerade für kardiovaskuläre Fitness ist Radfahren und Schwimmen ein super Ersatz für die ständige Lauferei.