Separates Klassen-Scoring

Die FAI bietet in ihrer neuesten Software zur Wettbewerbs-Auswertung die Option, ein differenzierteres Scoring nach Schirmkategorien durchzuführen.

Beim separaten Scoring werden Unterwertungen wie eigene Wettbewerbe
gerechnet, bei denen der Task-Sieger auch bis zu 1000 Punkte
bekommen kann. Leading-Points werden dabei im klassen-internen
Vergleich vergeben. Dadurch rückt Pilot E in diesem Beispiel
in der Sportklassewertung sogar vor Pilot D.  // Quelle: FAI-CIVL
Bei Race-to-Goal Gleitschirmwettbewerben werden pro Task bis zu 1000 Punkte vergeben. So zumindest in der Overall-Wertung. Wenn nun bei einem Wettbewerb auch Schirme niedrigerer Schirmklassen mitfliegen, zum Beispiel als Sportklasse (EN-C), können diese in einer eigenen Wertung geführt werden. So lässt sich auch der Sieger z.B. der Sportklassenwertung ermitteln.

Bisher war die Auswerte-Software der FAI für Gleitschirmwettbewerbe allerdings so programmiert, dass die Ranglisten der Unterwertungen nur einfach aus der Overall-Wertung gefiltert wurden. Der Beste der Sportklasse lag vielleicht in der Gesamtwertung nur auf Platz 55 und bekam für den Task 451 Punkte. In der Rangliste der Sportklasse stand er damit dann auf Platz 1, allerdings auch weiter mit der gleichen Punktzahl (451).

Die neueste Version der Auswerte-Software (FS 2020 R1.1) kann ein deutlich differenzierteres Bild des Leistungsvergleichs innerhalb der verschiedenen Wertungsklassen liefern. Neben der Overall-Wertung können die Unterwertungen (Sportklasse, Frauen etc.) wie getrennte eigene Wettbewerbe gerechnet werden. Der Beste der Sportklasse bekommt dann auch im Rahmen "seiner" Wertung bis zu 1000 Punkte pro Task. Zeit- und Leading-Points werden dabei für die Unterwertungen jeweils im Verhältnis zu den anderen Piloten der gleichen Klasse vergeben.

Das kann sogar dazu führen, dass sich in der Unterwertung eine etwas andere Rangliste ergibt als nach der reinen Overall-Wertung. Denn wenn die Unterklassen wie eigene Wettbewerbe gewertet werden, werden auch für z.B. Sportklasse-Piloten, die Overall gesehen vielleicht irgendwo im Hauptfeld unterwegs sind, noch wertvolle Leading-Points vergeben. Die Leistungsvergleiche innerhalb der Klassen werden damit viel aussagekräftiger.