Podz-Glidz #41: Grönland

Björn Klaassen ist allein zwei Wochen lang per Hike and Fly durch die Wildnis Südgrönlands gereist. Im Podcast erzählt er über die Freiheit, die er dabei erlebte. 

Björn Klaassen beim Groundhandling in Grönland.
// Fotos: B. Klaassen
Björn Klaassen ist der Leiter des Geländereferates und stellvertretender Geschäftsführer des DHV. Als Ausgleich zu diesem teils recht bürokratischen Teil seines Lebens gönnt er sich jeden Sommer eine ganz besondere Auszeit. Seit 2015 zieht es ihn in die Einsamkeit der Wildnis Grönlands: zum Trekking, See-Kajak-Fahren und auch Gleitschirmfliegen.

Normalerweise unternimmt Björn die Trips zusammen mit seiner Frau. In diesem Jahr war er erstmals solo unterwegs. Und das nutzte er für ein ganz besonderes Abenteuer: Im Hike-and-Fly-Stil durch ein gottverlassenes Küstengebirge – von Aappillatoq, dem letzten Dorf in Südgrönland, zum Torsukattakfjord mit dem imposanten Granitmassiv des Ulamertorsuaqs als Ziel.

Flug vor dem Massiv des Ulamertorsuaq.
Was er dabei alles so erlebte, das berichtet Björn in gut einer Stunde Talk. Dabei rückt er das allgemeine Bild Grönlands als kompletter Eisklotz ein bisschen zurecht; erzählt von der arktischen Natur und wie sie ihm das Gefühl von Freiheit vermittelt; plaudert übers Einbrechen in Schneelöcher, seinen Umgang mit dem Risiko, verregnete Tage im Zelt und natürlich auch der Faszination des Fliegens über den imposanten Landschaften.

Ganz am Ende kehren wir kurz in Björns normales Arbeitsleben zurück. Es geht um Vor- und Nachteile des Zulassungszwangs von Fluggeländen und warum er in Drohnen die größte Bedrohung unserer fliegerischen Freiheit sieht.


Die Podz-Glidz Folge #41 "Grönland" mit Björn Klaassen ist auf Soundcloud zu hören. Du kannst den Beitrag über das Pfeilsymbol neben dem Button "Share" im Player auch als mp3-Datei herunterladen. Zudem kannst Du Podz-Glidz direkt in Deinem Podcatcher abonnieren: RSS-Feed, Itunes, Spotify, Google-Podcast, TuneIn, Podcast.de.


Weiterführende Links:
- Björns Website zu seinen Grönland-Abenteuern: www.media-montana.de
- Youtube-Film mit Eindrücken der Reise
- Ein Flug Björns am Ulamertorsuaq im DHV-XC
- Der im Podcast erwähnte Film von zwei Australierinnen in Ostgrönland
- Infos zu Reisen nach Grönland: Visitgreenland.com


Reiselust durch Hörvergnügen?

Die aktuelle Corona-Zeit macht uns das Reisen nicht gerade leicht. Aber man kann sich durch Podcasts entführen lassen in faszinierende, fremde Landschaften. Wenn Du mehr solcher Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens wie diese über Grönland hören willst, dann unterstütze doch meine Arbeit. 

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4 Kommentare:

Titus von Unhold hat gesagt…

Moin,
die weiterführenden Links funktionieren nicht!

Lucian Haas hat gesagt…

@Titus (und die anderen, die es auch bemerkt hatten): Danke für die Hinweise. Keine Ahnung, warum es die Links zerschossen hatte. Aber jetzt funktioniert's.

Anonym hat gesagt…

Wieder ein Beitrag aus der Reihe: Muss man angesichts von Klimawandel und Umweltzerstörung überall gewesen und geflogen sein? Und welchem Zweck außer der Stärkung des Ego durch das subjektive Gefühl von Abenteurer- und Heldentum dient das?

Bevor jemand denken könnte, ich eröffne hier eine Neiddebatte – mitnichten. Ich gönne jedem die Befriedigung seiner Bedürfnisse, wenn es ihn glücklich macht und es niemandem schadet. Ich frage mich bei Personen der öffentlichen Wahrnehmung (nicht nur bei DHV-Geschäftsführern) aber immer, ob sie die hohen moralischen Maßstäbe, die sie bei anderen anlegen, solange es scheinbar (!) dem Partei- Vereins- Gruppenimage etc. nützt, noch Geltung haben, wenn es das persönliche Interesse, Wollen und Handeln angeht.

In Erinnerung rufen muss man dabei, dass neben anderen weitreisenden Vielfliegern auch Björn Klaassen als DHV-Geschäftsführer uns erklärt hat, warum man im Lockdown nicht mal als Individualflieger einsam auf eine Startwiese laufen darf: aus „Solidarität (!)“ mit kleinen Kindern, denen man den Spielplatz gesperrt hat, wegen des schlechten Images der Gleitschirmflieger bei Naturschützern und Bauern, und wegen der vielen Flieger, die von fluchenden Bergrettern geborgen werden müssen, die sich dabei mit Corona infizieren (Anmerkung d. Verf.: Wahrscheinlichkeit = Lotto-Sechser). Ich habe nur mal die wichtigsten Argumente salopp zusammengefasst, damit man noch einmal kurz darüber nachdenken kann, was das mit dem Ziel der Pandemiebekämpfung zu tun hatte.

Also: Wie ist es mit Naturschutz, Solidarität und Rücksicht auf Retter ansonsten bestellt, wenn man in Zeiten von Corona (war ja im Sommer und ist ja jetzt nicht vorbei!), Klimawandel und Umweltverschmutzung in eines der empfindlichsten, letzten noch einigermaßen unberührten, aber bereits stark bedrohten Ökosysteme der Welt reist, um dort zu tun, was man auch zu Hause tun könnte? Was, wenn man dort gerettet werden müsste? Was, wenn man eine Infektion dorthin oder von dort nach Hause einschleppt? Gelten da andere Maßstäbe? Und muss man nicht aus Solidarität vorausschauend für alle handeln?

Wichtiger als der Bericht über Eisbären und die Probleme beim Auffinden von geeigneten Landeplätzen auf Grönland wäre in einem Podcast von Björn Klaassen außerdem, ob uns beim nächsten - jetzt drohenden - Lockdown wieder die völlig unsinnige Sperrung von Wiesen für Menschen mit Gleitschirmrucksack betreffen wird, (die Menschen mit Wanderrucksäcken natürlich betreten können,) obwohl sie dort und nirgends jemanden anstecken.


Günther Widmann, Oberreute

Jörg Nuber hat gesagt…

Super Podcast und echt sympathischer Typ, der Björn. Die bescheidene Art, in der er über seine großartigen Grönlandreisen berichtet, macht Lust darauf, den (ganz) hohen Norden auch mal zu erkunden. Da muss man sich ganz alleine erst mal in die Luft trauen. Wenn man bedenkt, was manche "Profis" aus solchen Trips für ein PR-Brimborium machen würden, dann überzeugt Björns Understatement und Bescheidenheit besonders. Wünsche ihm weiterhin diese große Motivation, sein Ding zu machen.

Ach ja: Nebenher leistet gerade Björn genau die Arbeit, die uns allen überhaupt das Fliegen ermöglicht und ich bin ihm (und dem DHV) dafür außerordentlich dankbar. Im Podcast wird auch klar, dass er mit seiner unaufgeregten Art sicher genau der Richtige ist, um mit kühlem Kopf die Behörden und sonstige Luftraum-Stakeholder davon überzeugen kann, dass auch wir Fetzenflieger eine Daseinsberechtigung im Luftraum behalten dürfen.