XC Therm Wellenvorhersage +++ Parapente Mag +++ Thermik Pro +++ Paraworx +++ Kerio Rekord +++ Videotipp: Speed to Fly


Wellenprognose in XC Therm // Quelle: XC Therm

+++ Der Anbieter von Thermikprognosen XC Therm stellt auf seiner Website und in der App allen Abonnenten neuerdings auch eine Wellenprognose zur Verfügung. Diese ist zwar hauptsächlich für Segelflieger interessant, die den Auftrieb von Föhnwellen nutzen, um große Strecken zu fliegen. Aber auch Gleitschirmflieger können von den Prognosen profitieren. Für sie geht es weniger darum, den Einstieg in eine Welle zu finden, als die Prognosen zur Sicherheitseinschätzung in ihre Flugwettervorbereitung mit einzubauen. Tage mit prognostizierter stärkerer Wellentätigkeit sind häufig auch in tieferen Atmosphärenschichten mit einem erhöhten Turbulenzgrad verbunden. Die Wellenprognose von XC Therm gibt es auch für niedrige Höhenschichten 100 und 400 Meter über Grund (AGL). In diesem Bereich lassen die Prognose erwartbare Leezonen erkennen. Die Wellenprognose basiert auf dem Modell ICON CH1, dessen räumlicher Schwerpunkt im Alpenbereich liegt. +++ 

+++ Das Gleitschirmmagazin Parapente Mag galt nicht nur in der französischen Gleitschirmszene als eine Institution. Dennoch haben die Macher um Chefredakteur Pierre Pagani das Magazin jetzt komplett eingestellt – nach 223 Ausgaben. Pagani hatte das Magazin vor 37 Jahren gegründet. Die Entscheidung, das Projekt nun endgültig aufzugeben, fußt auf schon länger wachsenden wirtschaftlichen Problemen. Im vergangenen Jahr erlebte das Magazin nicht nur einen weiteren, deutlichen Rückgang der Abonnentenzahlen bei steigenden Kosten, sondern auch ein zunehmend schwaches Anzeigengeschäft. Hintergrund dafür ist zum einen die aktuelle, allgemeine Krise in der Branche, zum anderen systemische Veränderung im Marketing der Hersteller. Diese verlagern ihre Werbe-Aktivitäten immer stärker in Social-Media-Kanäle. Anders als beim deutschsprachigen Magazin "Thermik", das ebenfalls unter dieser Entwicklung leidet, haben die Macher des Parapente Mag aber auf den Versuch verzichtet, das Heft fortan in einer reinen Online-Version weiterzuführen. +++

+++ Das deutschsprachige Magazin Thermik gibt es seit diesem Jahr nicht mehr als gedrucktes Heft zu kaufen. Stattdessen ist kürzlich die erste rein digitale Ausgabe 1/2-2026 erschienen. Abonnenten können sie über Thermik.cloud abrufen und auch in einer entsprechenden App am Smartphone lesen. Ein digitales Jahresabo Thermik Pro kostet 89,50 Euro. Bestehende Abos für das gedruckten Magazin wurden auf die digitale Version umgestellt. Die Erscheinungsweise mit zehn Ausgaben pro Jahr soll erhalten bleiben. Um die Attraktivität zu erhöhen, plant die Thermik-Redaktion zusätzliche Dienste für Abonnenten. So sollen ihnen auch alle früheren Ausgaben in einem digitalen Archiv mit Suchfunktion zur Verfügung stehen. Derzeit befindet es sich aber noch im Aufbau, genauso wie die Integration der digitalen Gleitschirmdatenbank PGWings. Beim Thermik Magazin gab es auch früher schon die Möglichkeit eines Digital-Abos über Dienste wie Zinio oder Presspad. Diese werden aber in Zukunft nicht mehr bedient. Wer noch ein Abo "Thermik digital" über diese Anbieter besitzt, muss es selbst aktiv kündigen und eine mögliche Restlaufzeit auf Thermik Pro übertragen lassen. Hinweise zum Vorgehen hat die Thermik-Redaktion in ihrem jüngsten Freitagsnewsletter gegeben. +++ 

+++ Für das Lu-Glidz Meteo-Seminar Temps verstehen (Montag, 2. Februar, 19 Uhr) sind nur noch wenige Plätze verfügbar. Sichere Dir noch heute Dein Ticket. Falls das Seminar zwischenzeitlich schon ausgebucht sein sollte, brauchst Du Dich nicht zu grämen. Ich werde es voraussichtlich im März oder April wiederholen. +++ 

Mike beim Leinencheck
// Paraworx.at

+++ Mike Kremer, langjähriger Testpilot bei Airdesign und versierter "Schirmflicker" (s. Podz-Glidz #75), hat in Hippach im Zillertal einen eigenen Check- und Reparaturbetrieb gestartet: Paraworx. Dort bietet er nicht nur Gleitschirm-Service mit Checks, Reparaturen und Trimm-Einstellungen an, sondern hat auch die Maschinen und das Knowhow, um beschädigte Gurtzeuge wieder instandzusetzen. +++ 

+++ Ondrej Prochazca hat am 29. Januar im Kerio Valley in Kenia einen neuen Fluggebietsrekord für einen Out-Return-Flug entlang der dortigen Geländekante aufgestellt. Er kam auf 331 km (als flaches Dreieck auf XContest gewertet). Zwei Tage davor war er schon 317 km weit gekommen, was zu dem Zeitpunkt ebenfalls ein Rekord war. Wiederum eine Woche zuvor hatte der britische Drachenpilot Jeremy Soper an gleicher Kante, aber von einem anderen Startplatz aus, einen neuen Drachen-Weltrekord in der Out-Return-Kategorie aufgestellt: Er kam auf 377 km.  +++ 

+++ Videotipp: Der im spanischen Piedrahita lebende Brite Steve Ham ist bekannt für seine so unterhaltsamen wie lehrreichen Animationsfilmchen rund ums Gleitschirmfliegen. In Speed to Fly erklärt er, warum es beim Flug unter Wolkenstraßen effizienter sein kann, mehr Abstand zu den Wolken zu halten, als mit Fullspeed auf Basishöhe entlang zu brettern. +++