Junioren-WM +++ Sicherheitsmitteilung Gin Gurtzeuge +++ Airdesign Exta +++ Temps verstehen +++ Ablösbare Gleitschirmnummern

Die Schweizer Mannschaft hat die Nationenwertung der
Junioren-WM 2026 gewonnen – vor Großbritannien
und Deutschland. // Foto: Nina Klemisch
 
+++ Bei der Junioren-WM 2026 Ende August im nordmazedonische Krushevo hat der Spanier Alvaro Romero Camacho den Titel geholt. Er bestätigte damit seine guten Leistungen (Platz 3) bei der Europameisterschaft, die direkt zuvor ebenfalls in Krushevo stattgefunden hatte. Auf den weiteren Podiumsplätzen der Junioren-WM standen Noe Court aus der Schweiz und Mathis Nedele aus Deutschland. In der Nationenwertung kam die Schweiz auf Platz 1 vor Großbritannien und Deutschland. Die österreichische Mannschaft belegte Platz 5. Bei den Frauen ging der Weltmeistertitel nach Portugal: Ivone Silva gewann vor Kanan Thakur und Zoé Vanhersecke aus Großbritannien. Insgesamt wurden sieben Tasks geflogen, wovon drei allerdings wegen schlechter Wetterbedingungen vorzeitig abgebrochen werden mussten. Ausführlichere Berichte gibt es beim DHV und auf den Seiten der Swissleague. +++ 

Gin-Sicherheitsmitteilung:
betroffene Gurtzeuge

+++ Gin hat gleich für vier seiner Gurtzeuge eine Sicherheitsmitteilung herausgegeben. Sie betrifft jeweils den baugleichen oder bauähnlichen Rettergriff der Modelle Gingo 4, Gingo Airlite 5, Verso 4, Safari Pilot 3. Bei diesen kann sich durch Gebrauch bzw. Verschleiß die Naht und damit die Befestigung der Kunststoff-Splinte am Griff lockern, was die Retterauslösung erschweren oder sogar blockieren kann. Besitzer dieser Gurtzeuge müssen den Rettergriff vor dem nächsten Flug checken und auch später regelmäßig kontrollieren, ob der Splint noch fest sitzt, oder ob er sich verschieben lässt. Wenn das der Fall sein sollte, tauscht Gin den Griff aus. Es handelt sich im Grunde um die gleiche Sicherheitsmitteilung, die Gin schon  vor einigen Wochen zum Genie Race 5 herausgegeben hatte (vgl. Newsticker 34/2026). Das gleiche Problem zeigte sich nun nach Hinweisen aus der Pilotenschaft auch bei den anderen Gurtzeugen. +++

Parakite-Bergschirm Exta
// Airdesign

+++ Auch Airdesign dringt nun auf den Markt der Parakites vor, allerdings mit einer etwas anderen Idee. Das Modell Exta ist bewusst als Parakite-Light mit entsprechend leichtem Tuch (Dokdo D10) konzipiert. Er ist somit gar nicht wie andere Parakites für das Soaren an der Küste, sondern vor allem als spielerischer Schirm fürs Gebirge gedacht. Um auch dort bei Waggas nicht zu schnell Schaden zu nehmen, sind nicht nur die Eintrittskante, sondern auch die fünf äußeren Zellen des Außenflügels aus stabilerem D20-Tuch genäht. Auch das Sicherheitskonzept hat Airdesign auf das Fliegen im Gebirge ausgerichtet: Der Schirm ist in der Streckung reduziert (4,9) und besitzt als 3,5-Leiner eine abgegabelte D-Ebene. Das soll helfen, die Reaktionen nach potenziellen Klappern in thermischer Luft zu entschärfen. Den Exta gibt es in vier Größen (12, 16, 18, 21) – mit einem Gewicht zwischen 1,9 und 2,7 kg. Damit soll der Schirm als Berg-Parakite eine interessante Alternative fürs Hike&Fly sein. +++

Seminar buchen

+++ Am 10. September um 19 Uhr findet die nächste Lu-Glidz Meteo-Schulung zum Thema "Temps verstehen" statt. Im Online-Seminar gebe ich eine umfassende Einführung, in der ich nicht nur den Aufbau von Temps bzw. Soundings von Grund auf erkläre, sondern auch was man alles aus den Kurven herauslesen kann. Das alles im üblichen Erklärbärstil von Lu-Glidz: mit eingängigen Grafiken, vielen praktischen Tipps und Daumenregeln. Das Seminar deckt alle für Gleitschirmflieger relevanten Fragen rund um die Temp-Analyse ab. Es eignet sich für jedermann mit abgeschlossener Meteo-Schulung für A- oder B-Schein. Sichere Dir jetzt Deinen Platz im Seminar mit Deiner Buchung über die Plattform Eventbrite. +++ 

+++ Wer in der Schweiz Gleitschirm fliegen will, muss sich mittlerweile auch als Gastpilot aus dem Ausland mit einer gut lesbaren Nummer im Schirm ausweisen (s. Newsticker 11/2026). Natürlich will nicht jedermann nur wegen ein paar Urlaubsflügen seinen Schirm dauerhaft mit so einer Nummer "verunstalten", zumal das ja auch den Wiederverkaufswert reduziert. Die Alternative sind Nummern aus Klebesegel bzw. Klebeband, die sich wieder ablösen lassen. Doch welche Möglichkeiten gibt es, und welche davon sind tatsächlich "rückstandsfrei"? Clemens Lehner von Paraspotting hat hierzu gezielt Tests mit vier verschiedenen Produkten gemacht und die Ergebnisse auf Facebook veröffentlicht. Als geeignet haben sich demnach schwarzes Maler-Krepp und "Scotch extremium no residue" erwiesen. Beide Varianten ließen sich zumindest nach einem Einsatz über 1-2 Wochen noch so gut wie spurlos ablösen. Im Paraspotting-Shop bietet Clemens Lehner mittlerweile sogar vorgeschnittene Sets von Malerkrepp-Streifen an, mit denen man Ziffern im Digitaluhren-Stil in seinen Schirm kleben kann. +++