Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat das Valle del Cauca in Kolumbien erschüttert. Der beliebte Gleitschirm-Spot Roldanillo ist stark betroffen
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| Zerstörte Häuser in der Calle Ocho in Roldanillo. // Quelle: RCN, Screenshot aus Video |
Ersten Berichten nach sind viele Häuser und Straßen in der Region beschädigt, teilweise komplett zerstört. Es soll auch Todesopfer gegeben haben. Die anfangs in kolumbianischen Medien kolportieren Zahlen von unter 100 sind wahrscheinlich deutlich zu niedrig gegriffen, denn es gibt noch viele Vermisste.
Betroffen sind auch die bei Gleitschirmfliegern beliebten Orte wie Roldanillo, Ansermanuevo und Piedechinche. Noch ist unklar, wie groß die Schäden dort insgesamt sind und wie lange es dauern wird, die Infrastruktur wieder instand zu setzen.
Damit stellt sich allerdings auch die Frage, ob und in welchem Umfang die Region im kommenden Frühjahr schon wieder als Destination für den Gleitschirmtourismus funktionieren kann.
Das Valle del Cauca ist zu einem immer beliebteren Winterflugziel der Gleitschirmszene geworden. Zwischen Januar und März führen viele organisierte Flugreisen dorthin. Zudem finden dort auch etliche Gleitschirmwettbewerbe statt.
Der eine oder andere könnte sich nun fürs Frühjahr 2027 gezwungen sehen umzuplanen. Allerdings gilt auch: Gerade der Tourismus stellt für die Region eine wichtige Einkommensquelle dar.
Spendenaktion
Erst einmal sollte aber das Leid der Menschen vor Ort im Vordergrund stehen – und die Frage, wie man helfen kann. Lucho Jiménez, einer der bekanntesten Protagonisten der lokalen Fliegerszene, hat bereits eine Spendenaktion über die Plattform Gofundme gestartet.
Dort schreibt er: "Roldanillo ist weit mehr als nur ein Ort auf der Landkarte. Es ist eine Gemeinde, die Besucher, Sportler, Gleitschirmflieger und Freunde aus aller Welt mit außerordentlicher Herzlichkeit und Großzügigkeit aufgenommen hat. Heute braucht diese Gemeinde – und viele Familien im gesamten Valle del Cauca – im Gegenzug unsere Solidarität. Wir sammeln Spenden, um den vom Erdbeben betroffenen Menschen direkte Hilfe zukommen zu lassen. Auf der Grundlage der vor Ort ermittelten Bedürfnisse tragen die Spenden dazu bei, lebenswichtige Hilfe wie Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente, Hygieneartikel, Notunterkünfte, Transportmöglichkeiten, Notfallausrüstung und notwendige Reparaturen bereitzustellen."

1 Kommentare
Lt. meinem kolumbianischen Kontakt vor Ort spricht man in Roldanillo aktuell von zwei Toten. Das wäre angesichts der Ausmaße noch glimpflich ausgegangen, wenn das stimmt.
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