Neue Marke Plume +++ ParaWeather.app +++ Unterm Landwasser-Viadukt +++ Sicherheitsmitteilung Niviuk IKS

Plume Affiniy Core // Quelle: Plume Paragliders

+++ Jean-Baptiste Chandelier ist in der Gleitschirmszene vor allem für seine beeindruckenden Videos bekannt. Seit Jahren war er allerdings auch schon für diverse Hersteller als Entwickler tätig, u.a. für Dudek, Little Cloud und Skywalk. Nun hat er gemeinsam mit einigen Weggefährten eine eigene Marke gegründet. Sie heißt Plume Paragliders, kurz Plume. Das ist das französische Wort für Feder und für die Marke Programm: Plume will sein Sortiment vor allem auf leichte Schirme hin ausrichten, wobei es von jedem Modell zwei Versionen geben wird: eine robustere mit dem Zusatz "Core" und eine besonders leichte mit dem Zusatz "Ultra" im Namen. Zum Start gibt es einen semileichten EN-A, den Affinity Core. Dieser kommt in Größe 26 auf 4,2 kg. Als nächstes soll ein deutlich leichterer B-Schirm, der Blow Ultra folgen. Geplant ist auch ein extrem leichter Single-Skin im Stile eines Run&Fly von Dudek, dessen Konzept auch schon von Chandelier stammte. Sollte Plume bei der Entwicklung seiner Schirme die gleiche Sorgfalt pflegen wie bei der grafisch sehr ansprechenden Website, wird das ein interessanter Neuzugang am Markt. +++ 

Paraweather.app

+++ Paraweather.app ist ein sehr interessantes neues Angebot für die Flugwetter-Einschätzung – mit einem ungewöhnlichen Konzept. Die Seite, von Dino Karl mit KI-Hilfe erstellt, bietet keine klassischen Wetter- und Thermikkarten, sondern man kann dort Punktprognosen in Form eines umfangreichen Wetter-Briefings abrufen, bezogen auf einzelne Startplätze oder GPS-Koordinaten. Das jeweilige Briefing interpretiert automatisiert die Wetterverhältnisse auf Basis verschiedener Modelle, zeigt die (lokale) Fliegbarkeit eines Tages und weist auf mögliche Risikofaktoren wie starke Böen, Windscherungen, mögliche Überentwicklungen, Niederschlag etc. hin. Diese Tageseinschätzung wird in einem Ampelsystem ausgegeben und mit kurzen Texterläuterungen ergänzt. Zudem kann man noch viele weitere Info-Layer für Details aufrufen. So etwas kann zum einen für Meteo-Anfänger als Lerntool sehr hilfreich sein: Man schaut sich zuerst selbst die Wetterkarten an und versucht daraus die Rahmenbedingungen abzuschätzen, um anschließend die eigene Einschätzung mit der von Paraweather abzugleichen. Welche Risikofaktoren hat man vielleicht übersehen? Für die Fortgeschrittenen lohnt sich ein Blick zu den "Profi-Details". Dort sind interessante Funktionen wie zum Beispiel der "Prognoseverlauf" zu finden. Dieser zeigt, wie sich die Prognosen der Fliegbarkeit über die jüngsten Modellläufe hinweg verändert haben. Unter "Flug-Check" kann man wiederum eigene IGC-Dateien eines Tages hochladen, um z.B. die selbst erflogenen Thermikhöhen und -stärken mit den Modellprognosen zu vergleichen. Paraweather ist weiter in der Entwicklung, und es bleibt spannend, welche Funktionen Dino Karl dort noch ergänzen wird. +++

+++ Willst Du lernen, wie man die wirren Kurven von Temps bzw. Soundings für sich entwirren und wichtige Meteo-Einschätzungen daraus ziehen kann? Dann sichere Dir einen Platz im nächsten Online-Seminar von Lu-Glidz "Temps verstehen". Termin: Donnerstag, 10. September, 19 Uhr. +++  

Unterm Viadukt
// Patrick von Känel


+++ Der Schweizer Patrick von Känel ist für seine ungeheure Flugpräzision bekannt – mit punktgenauen Landungen auf spitzen Berggipfeln oder dem Durchflug eines Straßentunnels. Sein neuester Stunt: Er ist im Slalom durch die engen Bögen des fotogenen Landwasser-Viadukts bei Filisur in der Schweiz geflogen, während gerade ein Zug der Rhätischen Bahn darüber hinwegfuhr. So etwas verlangt ein sehr genaues Timing von Anflug und Kurvendynamik, zu sehen in einem kurzen Video auf Instagram. +++ 

+++ Niviuk hat für seine Soft-Link-Verbindungssystem IKS-3000 für Gleitschirme und Retter eine Sicherheitsmitteilung herausgegeben. Offenbar ist bei manchen der IKS-3000 eine Vernähung nicht ganz korrekt ausgeführt, sodass sich der innere Dyneema-Kern gegenüber dem Schutzmantel verschieben lässt. In so einem Fall muss der Soft-Link sicherheitshalber ausgetauscht werden. Näheres steht auf der verlinkten Website von Niviuk. +++