Minimalismus am Schultergurt

Gespleißte Dyneema-Schnüre als verstellbarer Schultergurt.
Bilder: Kortel // Montage: lu-glidz
Wenn es einen Trend im Gleitschirmsport gibt, der sich an fast allen Ecken wiederfindet, dann ist es der: Gewicht einsparen. Besonders wichtig ist das natürlich für Leichtausrüstungen, die man bildlich gesprochen in seiner Hosentasche den Berg hinauf tragen kann. Um auch dort noch weitere Gramm herauszuschlagen, ohne an Festigkeit einzubüßen, sind neue Konstruktionstechniken gefragt. Etwa wenn es darum geht, schwere Gurtbänder eines Gurtzeuges durch leichtes Dyneema zu ersetzen und das ganze auch noch ohne Schnallen und Knoten verstellbar zu halten.

Dennis Kortella ist das bei seinem neuen Bergsteigergurtzeug Kruyer 2 auf interessante Weise gelungen. Die Schultergurte bestehen aus einem Dyneema-Schlauchseil, das durch einen Ring am Brustgurt und als Schlaufe wieder nach oben geführt wird. Das Ende dieses Seiles ist dann auf halber Höhe durch das hohle Innere des Seiles geschoben. Das ergibt eine Verbindung wie beim beim Spleißen eines Schleppseiles. Unter Zug streckt sich das äußere Seil, verringert so seinen Querschnitt und hält damit das innere Seil als Seele arettiert. Diese Konstruktion ermöglicht nicht nur ein stufenloses Verstellen, sondern spart einiges an Gewicht. Das Kruyer 2 ist laut Herstellerangaben rund 30 % leichter als sein Vorgänger und bringt in Größe M nur noch 320 Gramm auf die Waage.
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