Wie die Klassen sich strecken

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Die Streckung eines Gleitschirms beeinflusst im großen Maße, wie Gleitschirme im Extremflug reagieren. Lässt sich demnach auch die Zugehörigkeit eines Schirmes zu einer bestimmten EN-Klasse A bis D einfach anhand seiner Streckung erkennen? Der schwedische Pilot Magnus Auvinen hat im englischen Paraglidingforum eine interessante Grafik eingestellt, die das zu bestätigen scheint. Sie zeigt die Verteilung der Streckung aller Schirme der Klassen EN-A bis EN-D, die seit 2010 erschienen sind und in der Datenbank para2000.org stehen (Hinweis: Die X-Achse stellt keine zeitliche Entwicklung dar, sondern dient nur der Entzerrung der Punkte).

Natürlich gibt es Überlappungsbereiche, doch im Grunde zeigt sich derzeit folgendes typisches Bild - jeweils die unteren und oberen 4 "Ausreißer" je Klasse ausgelassen:
  • EN-A: 4,7 bis 5,2.
  • EN-B: 5,1 bis 5,7
  • EN-C: 5,8 bis 6,4
  • EN-D: 6,5 bis 7,9

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Historisch betrachtet gibt es zudem  einen eindeutigen Trend. Nimmt man jeweils den Durchschnitt der Streckungen der Schirme über die Jahre seit 1982, so zeigt die Entwicklung in fast allen Klassen nach oben. Nur bei den 1-ern bzw. EN-A-Schirmen scheint es seit 10 Jahren weitgehend eine Stagnation zu geben.

Eine größere Streckung bringt übrigens Leistungsgewinne - zumindest wenn die Konstrukteure durch die erhöhte Streckung nicht gezwungen sind, mehr Leinen zu verbauen.
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