Video: Das Brodeln der Wolken

"Understanding Clouds" ist ein faszinierender Anschauungsfilm von Wolken-Zeitraffern zu dramatisch getimter Musik. Verständnis vermittelt er nicht. Aber Ehrfurcht.

Eingefrorener Brodelmoment // Quelle: Vimeo, Screenshot
Dem Aufwachsen konvektiver Wolken zuzuschauen, ist ein großes Vergnügen. Besonders anschaulich wird das, wenn man die Entwicklung per Zeitraffer beobachten kann. Dann sieht man erst, wie mächtig es da brodelt und die Luft geradezu explodiert.

Die Welt-Meteorologie-Organisation hat jetzt auf Vimeo einen der schönsten solcher Wolkenfilme veröffentlicht. Die von Jack Miller gelieferten Bilder zeigen dramatische Wettermomente. Beispielhaft sei hier eine Szene von Minute 3:08 erwähnt. Da schießt eine mächtige Gewitterwolke auf, wird dann aber oben von der kräftigen Inversion der Tropopause regelrecht gedeckelt. So machtvoll hat man die Thermikbremse einer Inversion selten vor Augen bekommen.

Das Video "Understanding Clouds" ist keine Erklärfilm, auch wenn der Name das suggeriert. Dennoch kann man allein vom Zuschauen zumindest ein Gefühl für die Entwicklung der Wolken entwickeln - oder sei es nur ein Gefühl der Bewunderung für die Natur.

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1 Kommentare:

Zork hat gesagt…

Habe ich als Kind oft gemacht: Am Boden liegend dem Geschehen der Wolken zu schauen. Gewittertürme, mit all ihren Ausformungen haben meine Phantasie, wortwörtlich, beflügelt. Ich weiss nicht ob ich mir damals vorstellen konnte, selbst fliegend, diesen flüchtigen Wesen jemals nahe zu kommen. In Gedanken konnte ich auf ihnen Spazieren, oder besser, wie auf Treppen eines kollsallen Konstrukts (ein Tempels? nö ich war/bin nicht religiös) herumklettern? Ich war ein Felskletterer, nicht zuletzt wegen der Ästhetik mancher Gesteinsstrukturen. Was die Atmosphäre an Strukturen hervorbringen kann, ist aber schlicht unvergleichbar. Und diese Unvergleichlichkeit hat mit unvergleichlicher Energie im Moment zu tun. Das habe ich als Kind gespürt und lässt mich heute vielleicht früher landen als unbedingt nötig..
How ever, auf dem Rücken, auf dem Boden, ohne Horizont, siehst du Dinge die da sind - und auch nicht.