Die Stärke der Franzosen

Beim PWC im australischen Bright brillierten einmal mehr französische Piloten und belegten die Plätze eins, zwei, vier und fünf. Dahinter steckt kein Zufall.

Außer Platz 3 nur Franzosen auf und neben dem Treppchen in Bright.
Von links: Loïs Goutagny, Maxime Bellemin, Honorin Hamard,
Cody Mittanck (USA) und Simon Pellissier.
// Foto: Lex Robé
Sieger beim PWC in Bright wurde Honorin Hamard, dicht gefolgt von Maxime Bellemin. Auf Platz vier wiederum kam der nur 19-jährige Loïs Goutagny (bei seiner ersten PWC Teilnahme), gefolgt vom ebenfalls jungen Simon Pellissier.

Woher kommt diese auffällige Dominanz der Franzosen im Wettbewerbszirkus? Und warum gibt es gerade in Frankreich so viele Talente, die schon in jungen Jahren weit vorne mitfliegen? Der Österreicher Lex Robé, der bei seinem ersten PWC selbst auf Platz 14 kam, wollte das genauer wissen und fragte nach. Auf Vimeo ist sein Video mit mehreren interessanten Interviews (auf Englisch) mit den französischen Siegerpiloten zu sehen.

Das interessanteste Detail daraus: Frankreich betreibt staatliche Nachwuchsförderung. Das französische Sportministerium fördert nicht nur Spitzensportler klassischer Sportarten, sondern investiert auch in die Ausbildung junger Gleitschirmtalente. So gibt es in den Pyrenäen ein Flugzentrum, in dem interessierte Piloten schon neben der Schule gezielt an die Wettbewerbsfliegerei herangeführt und dafür trainiert werden. Zudem gibt es finanzielle Unterstützung für die Teilnahme an Wettbewerben. Das Programm wird vom französischen Gleitschirmverband verwaltet, ist aber staatlich finanziert.

Das Video ist auf Vimeo zu sehen.



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1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ein Faktor ist auch, dass der Verband seine Mitglieder nicht für unmündige Kleinkinder, die man vor sich selbst schützen muss, hält. Die Ausbildung liegt bei Vereinen, nicht bei kommerziellen Durchlauferhitzern, die möglichst viele reiche Frankfurter einmal im Jahr nach Lüsen schicken.