Kobala olalá

Vom Kobala in Slowenien wurden schon viele weite Strecken geflogen, doch typischerweise nur als flaches Dreieck. Bernie Pessl zeigt, was dort auch als FAI-Dreieck möglich ist.

Vom Kobala aus können auch große FAI-Dreiecke geflogen werden.
// Quelle: XContest.org
Am 6. April 2018 ist Bernie Pessl vom Kobala aus ein 197 km FAI-Dreieck geflogen. Für einen Piloten, der mit einem EN-B-Schirm schon mehr als 300 km von der Grente aus schaffte, sind 197 km so etwas wie ein Durchschnittsflug, könnte man meinen. Doch die besondere Leistung liegt hier in einem anderen Punkt: Wer sich in den XC-Contests die vom Kobala aus geflogenen Strecken anschaut, wird hauptsächlich auf Jojo-Flüge und flache Dreiecke stoßen. Dass jemand von dort aus die Ost-West-Ost-Hauptroute ins wilde Hinterland gen Norden verlässt, kommt sehr selten vor. Tatsächlich war es bisher nur Bernie Pessl selbst, der auf ganz ähnlicher Strecke bereits 2017 unterwegs war und damals auf ein 178 km FAI-Dreieck kam.


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4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Lucian,

da ich hin und wieder auch in Slowenien fliege, kann ich nur respektvoll sagen, dass der Bernie da wieder einen ganz tollen Flug rausgehauen hat.

Was mich selber in diesem Fluggebiet jedoch nervt, sind die „störenden“ Flugsektoren auf der italienischen Seite. Früher scheint die ja keiner so richtig ernst genommen zu haben (übrigens auch heute unter den italienischen und slowenischen Fliegerkollegen nicht), doch seit zwei-drei Jahren wird man ja beim Einreichen eines Fluges beim DHVXC vehement darauf hingewiesen, dass der Flug verbotenerweise wieder einmal teilweise in einer Flugverbotszone lag.

Sensibilisiert dadurch habe ich versucht herauszubekommen, wo man denn relativ einfach kurzfristig Informationen vorher über diese Zonen bekommen kann. Die italienischen und slowenischen Piloten waren dabei keine Hilfe. Die von mir befragten verdrängen das Problem einfach. Ich bin dann auf die Seite von airspace.xcontest.org gestoßen. Hier bekommt man recht übersichtlich (hoffentlich) aktuelle Infos.

So auch, dass die Zone „LI R49/B-Zita (R)“ 610m über Grund beginnt. Was mir nur nicht klar ist, auf welchen Radius sich die 610m im Gebirge beziehen, was ja insbesondere bei der langen Talquerung über den Tagliamento innerhalb dieser Zone nicht ganz unwichtig ist.

Weiterhin ist dann auch noch die „Rivoli Bianchi Venzone (FiringArea)“, die von GND - 2380m AMSL geht und sich nicht so einfach unter- oder überfliegen lässt. Diese ist laut dieser Seite vom 26.3. 06:00 – 26.4.2018 23:00 UTC aktiv. Ich wäre aus diesem Grund da gar nicht reingeflogen. Oder gibt es da irgendwelche Ausnahmeregelungen?

Als Fan (und auch Förderer) deiner Posts würde ich mich sehr freuen, wenn du vielleicht einmal einen Artikel über den Umgang mit den Verbotszonen und eventuell die Bedeutung der ganzen Abkürzungen bei den Angaben zu den einzelnen Zonen in deiner sehr verständlichen Art verfassen könntest.;-)
Eventuell kennst du ja auch bessere Möglichkeiten, wie man sich über aktive Flugverbotszonen für uns Gleitschirmflieger erkundigen kann. Zumindest in meinem Fliegerumfeld ist dieses Wissen nicht vorhanden und es besteht ein großes Interesse daran.

Vielen Dank im Voraus.
Jens

Tim-Patrick Meyer hat gesagt…

Zwar "nur" 85 km FAI, aber auch eine ungewöhnliche Route vom Kobala aus, geflogen im August 2017 von einem Piloten aus Indonesien zusammen mit einem Slowenen: https://www.xcontest.org/2017/world/en/flights/air-buddies#joint_flights=dimazabula/18.08.2017/10:02@flight_multi=1163923|1175413

Hier das sehr schöne Video zum Flug: https://www.youtube.com/watch?v=ROlzs2gp_aA

Berni hat gesagt…

Hallo,
Danke Jens für den Anstoß. Wäre Supa wenn Lucian da etwas in Erfahrung bringen könnte. Inzwischen werd ich solche Flüge nicht auf dhv veröffentlichen.

Mein Erfahrungen in Kurzform:
Es hat schon ein paar italienische Piloten gegeben, die bezüglich der genannten Lufträume Klarheit in die Sache bringen wollten. Im italienischen Gesetz sind die Fetznflieger teilweise ein Graubereich.

Das fliegen darin wird für Para- und Hängegleiter geduldet , das Militär wollte aber keinen offizielle Erlaubnis ausstellen (auf drängen um eine schriftliche Vereinbarung, wurde mit absoluten Flugverbot gedroht).
Mit dieser mündlichen Zusage kommen anscheinend beide Seiten gut aus...

Ich kann da natürlich auch falsch informiert worden sein, und würde mich freuen wenn sich jemand findet der uns weiterhelfen kann.

Kann das Fluggebiet jedenfalls nur empfehlen, hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn ich nicht alleine am Kobala gewesen wäre ;)
Und all jene die nicht mit italienischer Luft in Verbindung kommen wollen, kann ich diesen grandiosen Flug vom selben Tag nahelegen!!!

https://xcglobe.com/flights#show-flight/2103611/

Viele Grüße, Berni

Anonym hat gesagt…

W0367/18 - MILITARY FIRING AREA /RIVOLI BIANCHI VENZONE-N UDINE/ ACTIVATED
REF AIP ENR 5.2.1.2-2. SFC - 7800FT AMSL, MAR 26 27 APR 10 17 24 0600-1100 1200-1600,
MAR 28 29 APR 01 05 11 1218 19 26 0600-1100 1200-1600 AND 2000-2300, 26 MAR 06:00
2018 UNTIL 26 APR 23:00 2018. CREATED: 27 FEB 10:35 2018

Flugplanung ist nicht nur für Lufthansapiloten ne tolle Sache.
Mike